Reisgurt nennen die beiden Hamburger Unternehmer Rocky Wüst und Patrick Gleich ihren veganen Joghurt, der zu 100 Prozent aus pflanzlichen Bestandteilen besteht. Mit dem neuen und den Unternehmern nach auch bisher einzigartigem Produkt, möchte man dem Trend zu veganen Lebensmitteln aufsitzen. In den kommenden Jahren wollen Gleich und Wüst mit dem Reisgurt den Markt für vegane Lebensmittel ordentlich aufmischen. Ob das Vorhaben gelingt, wird sich jedoch erst zeigen müssen. Im folgenden Beitrag erfahrt ihr mehr über den neuartigen Reisgurt.


Reisgurt

Reisgurt bisher einzigartig

Einen Hauch süßer und mit einer dezenten Getreidenote untermalt, so soll der neue Reisgurt schmecken. Das Unternehmen „Brüder Gleich“ verfolgt eine klare Vision und möchte alsbald eine Alternative zu tierischen und auf Soja basierenden Joghurterzeugnissen in die Läden bringen. Im August soll der Verkauf starten und im ersten Jahr möchten die Jungunternehmer bereits 100.000 Joghurts verkauft haben. Aktuell wird noch Geld für Folge-Investitionen über die Crowdfunding-Plattform Startnext eingesammelt. Die Kampagne endet am 11. Mai und erreichte bereits die Fundingschwelle von 17.500 Euro.


„Der Markt für vegane Lebensmittel wird immer größer, viele Menschen suchen aus ethischen, aber auch aus gesundheitlichen Gründen nach Alternativen zu tierischen Produkten“, erklärt Rocky Wüst gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Aktuell erhältliche Joghurt-Varianten, die ebenfalls auf Milch verzichten, setzen auf Soja als Basis. Soja ist jedoch bedenklich, da teilweise gentechnisch veränderte Rohstoffe zum Einsatz kommen, die wiederum bei einigen Verbrauchern Allergien auslösen können. Darüber hinaus ist es bisher nur wenigen Herstellern gelungen alternativen Joghurt herzustellen, der dem Original-Geschmack ziemlich nahe kommt.

Christophe Favrot hats erfunden

Erfunden hat den Reisgurt Gleichs Stiefvater Christophe Favrot. Der gebürtige Franzose ist Doktor der Mikrobiologie und tüftelte bereits Jahre lang an dem Reisgurt, der aus Reis, Wasser und Milchsäurebakterien besteht. Auf Wochenmärkten vertrieb Favrot seinen neuen Joghurt. „Wir waren der Meinung, dass in der Erfindung ein viel größeres Potenzial steckt und dass insbesondere in Deutschland ein großes Interesse daran bestehen könnte“, ergänzt Patrick Gleich die Entstehungsgeschichte des Reisgurt. 2013 fasste Gleich zusammen mit Rocky Wüst, den er auf einem Gründerseminar kennen lernte, den Entschluss den Reisgurt in Deutschland groß heraus zu bringen. Es folgte der Aufbau von Netzwerken aus der Bioszene, zudem kreierten die beiden Unternehmer auch die ersten Designs der Reisgurt-Becher.

1,79 Euro pro Becher

Um den unökologischen Transportweg zu sparen, wird der Reisgurt nicht in Asien, sondern im französischen Camargue produziert. Aufgrund der anfänglich verhältnismäßig kleinen Marge, soll sich der Preis pro 150 Gramm Becher auf 1,79 Euro belaufen. Damit ist der Reisgurt zunächst weitaus teurer als Joghurt aus Milch und Erzeugnisse der veganen Konkurrenz auf Soja Basis. Davon lassen sich die Unternehmer jedoch nicht entmutigen. Mit höheren Stückzahlen, wird auch der Preis sinken. Eine kleine Fangemeinde konnte der Reisgurt mit der Vorstellung auf Startnext bereits für sich gewinnen. So liefern die Unterstützer auch eifrig Vorschläge für weitere Varianten und Geschmacksrichtungen. Die Rede ist dabei unter anderem von Reisgurt mit Minze oder Zitrone. „Neben dem reinen Reisgurt werden wir in diesem Jahr auf jeden Fall noch zwei weitere Varianten mit Frucht auf den Markt bringen“, ergänzt Rocky Wüst.

Reisgurt-Erfinder Christophe Favrot arbeitet bereits an weiteren zukunftsträchtigen Trendprodukten, wie etwa Quark aus Reis, sowie Joghurt auf Hirsebasis als auch an einer veganen Mousse au Chocolat.

Reisgurt und Unternehmer-Passion im Video erklärt

Quellen: brueder-gleich.com; abendblatt.de

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