CarSharing gilt als Mobilitätskonzept mit großer Zukunft. Insbesondere in Großstädten haben viele Leute kein eigenes Auto mehr, sondern leihen sich im Bedarfsfall schnell und unkompliziert eins. Im vergangenen Jahr konnten die einzelnen Anbieter dabei einen enormen Zuwachs an Kunden verzeichnen. So waren zu Jahresbeginn 1.715.000 CarSharing-Kunden registriert – was einen Anstieg um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt. Bei den einzelnen Varianten des CarSharing ließen sich allerdings erhebliche Unterschiede feststellen. So war das Wachstum bei den stationsbasierten Anbietern eher gering: Die Zahl der Kunden stieg um gut fünf Prozent auf 455.000. Dies hing vor allem damit zusammen, dass zwei Anbieter vom Markt verschwanden. Deutlich stärker fiel der Anstieg beim Free-floating CarSharing aus: Dort wuchs die Zahl der Kunden um 51,8 Prozent auf nun 1,26 Millionen.


Statistisch teilen sich mehr als einhundert Kunden ein Auto

Auch die Zahl der Städte mit einem CarSharing-Angebot konnte im vergangenen Jahr deutlich gesteigert werden. So ist ein entsprechender Service heute in 597 Städten und Gemeinden verfügbar und damit in sechzig mehr als noch vor Jahresfrist. Studien haben dabei festgestellt, dass ein CarSharing-Auto in innenstadtnahen Wohngebieten bis zu zwanzig private PKW ersetzt. Dies kann gelingen, weil die meisten Menschen ihr eigenes Auto täglich nur rund eine Stunde nutzen. Dies macht es möglich, dass beim Free-floating CarSharing sich rein rechnerisch 172,8 Kunden ein Auto teilen. Einige Anbieter bieten inzwischen sogar die Möglichkeit an, sein eigenes Auto an andere Menschen zu vermieten.


Ein CarSharing-Gesetz soll den Autos gewisse Privilegien einräumen

Die Bundesregierung plant zudem, die CarSharing-Anbieter durch eine Gesetzesinitiative zu unterstützen. Diese soll es Städten und Gemeinden erlauben, CarSharing-Fahrzeuge rechtssicher mit Privilegien zu versehen. So könnten die Autos beispielsweise von Parkgebühren befreit werden oder bestimmte Stellplätze zugewiesen bekommen. Auch die Nutzung von Bus- und Taxispuren wäre denkbar. Eine Verabschiedung des Gesetzes ist noch vor der Sommerpause möglich, sodass die Regelungen bereits im September dieses Jahres in Kraft treten könnten. Experten gehen davon aus, dass dann im nächsten Jahr erneut eine Rekordzahl an CarSharing-Kunden verkündet werden kann.

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