Die Vereinigten Staaten haben den Weltklimavertrag von Paris als einziges Land wieder verlassen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind allerdings auch dort zu spüren. So nimmt die Zahl der Extremwetterereignisse seit einiger Zeit massiv zu. Die Senatorinnen Susan Collins von den Republikanern und Maria Cantwell von den Demokraten haben daher eine Studie beim Rechnungshof in Auftrag gegeben. Diese sollte herausfinden, wie viele Kosten jährlich durch die Veränderungen des Klimawandels entstehen.


Das Ergebnis ist bereits für die Vergangenheit ernüchternd: In den letzten zehn Jahren sind demnach Kosten in Höhe von 350 Milliarden Dollar entstanden. Mit einberechnet wurden dabei sowohl direkte Hilfsprogramme bei extremen Wetterverhältnissen als auch Unterstützungszahlungen im Fall von Ernteausfällen.

Via: Popsci Copyright: Seddon et al

Kosten von 360 Milliarden Dollar jährlich stehen ins Haus

Für die Zukunft sieht die Bilanz sogar noch schlechter aus. Denn zum einen sind die Hurrikans Irma und Harvey in der Statistik noch nicht enthalten. Durch sie dürften aber erneut erhebliche Schäden verursacht worden sein. Zum anderen sieht aber auch die Prognose ganz generell eher schlecht aus. So haben die Experten des Universal Ecological Fund berechnet, dass zukünftig mit Kosten von 360 Milliarden Dollar jährlich gerechnet werden muss. Um diesen Wert einzuordnen: Es entspräche in etwa der Hälfte des gesamten Wachstums in den Vereinigten Staaten. Bei diesen Berechnungen wurden allerdings auch Gesundheitskosten mit einberechnet, die durch schlechte Luftqualität entstanden sind.

Viele Städte und Bundesstaaten engagieren sich freiwillig

Klimaschützer hoffen nun, dass auf Basis dieser Zahlen und Fakten noch einmal Bewegung in den Kampf gegen den Klimawandel kommen könnte. Tatsächlich ist bei weitem nicht das gesamte Land mit der Entscheidung des Präsidenten einverstanden, den internationalen Kampf gegen den Klimawandel zu verlassen. So haben zahlreiche Städte und Bundesstaaten bereits angekündigt, sich auf freiwilliger Basis an die Vorgaben des Vertrags von Paris zu halten. Der ehemalige Vorsitzende des Weltklimarats, Robert Watson, ist sich zudem sicher: Auf Dauer kann es sich die USA nicht weiter leisten, vorwiegend auf fossile Brennstoffe zu setzen. Vielmehr könnte ein Umstieg auf eine nachhaltige und saubere Energieversorgung langfristig sogar Geld sparen.


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1 Kommentar

  1. Kluu

    1. November 2017 at 12:45

    Elon Musk ist ein Superman. Aber ihn gibts nur einmal. Seine ganzen Vorhaben die er hat, bräuchte es zehn solcher Typen, denn alleine hat er es wohl sehr schwer. Hut ab vor so einen Mensch!

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