Elektroautos und 3D-Drucker gelten jeweils als Technologie der Zukunft. Der japanische Autobauer Honda hat nun beide Techniken miteinander verknüpft und auf der Trend-Messe CEATEC in Japan der Öffentlichkeit präsentiert. Das Ergebnis: Ein kleiner Lieferwagen, der durch einen Elektromoto angetrieben wird und dessen Design den Wünschen des Kunden angepasst wird. Auf der Messe beispielsweise wurde eine Variante für den Kekshersteller Toshimaya vorgestellt. Diese erkennt man nicht nur daran, dass das Logo des Herstellers auf der Heckklappe, in der Nähe der Fenster und auf den Sitzen zu finden ist, sondern auch an den praktischen Funktionen. So gibt es etwa festzurrende Böden, um große Mengen an Keksen besser transportieren zu können.


Foto: Honda
Foto: Honda

Fast die komplette Außenseite des Lieferwagens kann individuell gestaltet werden

Außerdem wurde der passenderweise Micro genannte Mini-Lieferwagen auch noch bewusst schmal gestaltet, um in den engen Straßen Japans besonders gut navigieren zu können. Honda hat zugleich aber auch noch Modelle für einen Kaffeelieferanten und einen Fischlieferanten vorgestellt. Auch diese waren jeweils exakt auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten. Möglich macht dies die „Rinkak Mass Customization Soulution“ des Unternehmens Kabuku. Diese ermöglicht es, dass fast die komplette Außenseite des Micros mit Hilfe eines handelsüblichen 3D-Drucker produziert werden kann. Die auf diese Weise entstehende Struktur ist sehr leicht, aber gleichzeitig extrem stabil – also ideal geeignet für den Bau von Fahrzeugen.

Das erste Modell wird zum Ausliefern von Keksen verwendet

Der eingebaute Elektromotor ist allerdings in allen Fahrzeugvarianten der gleiche. Dieser kommt auf eine Reichweite von rund achtzig Kilometern im Stadtverkehr. Der Akku kann zudem für eine Schnellaufladung herausgenommen werden. Einen ersten Kunden für den Micro gibt es auch bereits tatsächlich: Der Kekshersteller Toshimaya wird das Modell im nächsten Jahr in den eigenen Fuhrpark aufnehmen und damit Kekse ausliefern. Weitere Kunden sollen zeitnah folgen. Die 3D-Druck-Technologie hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht und kommt inzwischen in vielen Bereichen zum Einsatz. So produzieren die Soldaten auf dem US-Flugzeugträger USS Harry Truman beispielsweise Ersatzteile mit Hilfe eines 3D-Druckers. In Dubai wurde zudem ein komplettes Bürogebäude per 3D-Druck errichtet.


Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.