Das 3D-Drucken von Metallteilen wird schon seit fast zwei Jahrzehnten praktiziert. Nun steht endlich der Schritt als Massenfertigungsmethode in der Industrie bevor. Besonders prädestiniert für die kommerzielle Nutzung von 3D-Druckern ist die Luftfahrtindustrie.


Flugzeugflügel
Foto: Alexander Trisko

3D-Druck auf dem Weg zum Massenfertigungsverfahren

Der erste Industriezweig, der den 3D-Druck von Metallteilen wirklich nutzte, waren Unternehmen, die Implantate für die Kieferorthopädie herstellten. Dort werden die Metall–3D-Drucker bereits seit ein paar Jahren benutzt. Der bevorstehende Eintritt der Luftfahrtindustrie in diese Produktionsverfahren könnte sich aber einen Wendepunkt darstellen und dem Markt einen gewaltigen Aufwind verleihen.

Mehrere im 3D-Drucker produzierte Flugzeugteile von GE, Airbus und anderen Herstellern sind bereit für die Massenproduktion oder stehen kurz davor. Tatsächlich nutzt GE die Technologie bereits, um zwei komplizierte Teile für Flugzeugturbinen sowie Teile für Turboprop-Maschinen herzustellen. Andere Unternehmen entwickelt Teile für Raketen, Flugzeuge und Satelliten.


Der 3D-Druck von Metallteilen wird auch als “additive Manufacturing” bezeichnet und involviert für gewöhnlich eine starke Hitzequelle, entweder ein Laser- oder ein Elektronenstrahl. Diese Hitzequelle schmilzt Metallpulver Schicht für Schicht auf Basis einer im Computer erstellten Vorlage und baut die Teile so Lage für Lage auf. Die Technologie ist besonders für komplizierte Bauteile geeignet, die in relativ kleinen Stückzahlen produziert werden, da das Entwickeln spezieller Gerätschaften recht teuer ist. Langfristig wird sich der Anteil an Bauteilen aus dem 3D-Drucker erhöhen, was auch den Kerosinverbrauch senken wird, da die Flugzeuge so leichter werden.

Im letzten Jahr kauften Unternehmen insgesamt 808 Metall–3D-Drucker, 2014 waren es 550 und 2013 noch 353. Das klingt nach einem relativ geringen Anstieg, aber man muss bedenken, dass ein einzelner dieser Drucker bis zu eine Millionen Euro kosten kann.

via MIT Technology Review

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