2013 wurden weltweit etwa 79.000 Kinder mit Diabetes Typ 1 diagnostiziert. Die Autoimmunkrankheit greift die Zellen der Bauchspeicheldrüse an und verhindert die Insulinproduktion. Die Behandlung der Krankheit stellt sich speziell bei Kindern schwierig dar, da auch Nachts der richtige Insulinspiegel mittels Injektionen gesichert werden muss. In den letzten Tagen gelangen gleich zwie wichtige Schritte zur Heilung der Krankheit. Einer davon ist das Verpflanzen der ersten künstlichen Bauchspeicheldrüse in den Körper eines australischen Jungen.


Diabetes typ 1

Künstliche Bauchspeicheldrüse reguliert Insulinspiegel

Der junge Patient heißt Xavier Hames und befand sich im Princess Margaret Hospital for Children im australischen Perth in Behandlung für seine Typ 1 Diabetes. Dort erhielt er auch die künstliche Bauchspeicheldrüse, die den Insulinspiegel in seinem Blut regulieren soll und somit die Überwachung desselben sehr viel einfacher gestalten wird. Die Pumpe wurde im Rahmen einer Klinischen Studie verpflanzt und kostet ca. 8000 US-Dollar.


Die künstliche Bauchspeicheldrüse verfügt über einen Sensor, mit dem der Blutzuckerspiegel im Blut überwacht wird. Wenn dieser zu sehr steigt, gibt die Pumpe unter der Haut die benötigte Insulinmenge ab. Da ein speziell entwickelter Algorithmus statt einer ständigen Insulinabgabe verwendet wird, ist die Gefahr einer hypoglykämischen Krise, also einer massiven Unterzuckerung, gering. Hyperglykämische Krisen können im Extremfall zu Organschäden, Koma und sogar dem Tod des Patienten führen.

Schutz vor Unterzuckerung

Zu einer Unterzuckerung kommt es häufig Nachts, wenn der Patient schläft und das im Blut vorhandene Insulin den Blutzuckerspiegel weitwr senkt. Das Gerät, das Xavier Hames eingepflanzt wurde, kann eine Uterzuckerung vorhersagen, bevor sie eintritt und als Reaktion darauf die Insulinzufuhr stoppen.

“*”The majority of hypoglycemic attacks occur at night when a person is asleep and they might not be able to react or recognize the attack. This device can predict hypoglycemia before it happens and stop insulin delivery before a predicted event. This, coupled with the fact that the pump automatically resumes insulin when glucose levels recover, is a real medical breakthrough*“, erklärte Professor Tim Jones vom Princess Margaret Hospital der Zeitung The West Australian.

Die Pumpe soll das tägliche Leben von Xavier immens verbessern. Er bzw. seine Eltern können nun Nachts beruhigter schlafen, ohne ständig Angst vor einer Unterzuckerung haben zu müssen. Außerdem kann Xavier sich nun mehr wie ein Kind verhalten und sb und an auch größere Mengen Kohlenhydrate zu sich nehmen.

Dennoch ist auch weiterhin eine gewisse Kontrolle des Blutzuckers notwendig. Auf eine völlig autonome Pumpe werden wir noch warten müssen.

Dies ist schon der zweite größere Durchbruch innerhalb der Diabetes-Forschung in den letzten Tagen. Einem Forscherteam aus den USA gelang es erst kürzlich, das Auftreten von Typ 1 Diabetes in Mäusen in einer klinischen Studie zu unterbinden.

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