Der südkoreanische Hersteller von Bildschirmen, Batterien und Akkumulatoren, Samsung SDI, hat im Rahmen der North American International Auto Show (NAIAS) 2017 eine neue Batterie für Elektroautos angekündigt. Diese soll Elektroautos in Zukunft eine kürzere Ladezeit bescheren.


Tesla Motors - Elektroautos

Marktstart wohl erst 2021

Die neue Batterie für Elektroautos aus dem Hause Samsung SDI soll den Angaben des Unternehmens zufolge innerhalb von nur 20 Minuten auf 80 Prozent geladen werden können. Im Vergleich dazu: die Tesla-Ladesysteme, die bisher eine 80 Prozent Ladung innerhalb von 40 Minuten realisieren sollen. Mit der neuen Batterie möchte Samsung SDI der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen. Der Einsatz in Mittelklassewagen soll allerdings erst 2021 erfolgen. Das ist noch ein gutes Stückchen hin. Vollgeladen soll die E-Auto-Batterie eine Reichweite von 600 Kilometern ermöglichen. Porsche kündigte an, innerhalb der nächsten drei Jahre Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, deren Akkus nach 15 Minuten Ladezeit eine Reichweite von 400 Kilometern ermöglichen. Das sind ebenfalls erfreuliche Nachrichten.


Samsung SDI kündigte zudem an in Zukunft auch vermehrt Autoakkus aus Rundzellen auf den Markt zu bringen. Geplant ist zeitnah eine neue 21700-Akkuzelle zu lancieren. Die Rundzellen verfügen über einen Durchmesser von 21 mm und eine Länge von 70 mm. Hieraus sollen sämtliche Autoakkus in Zukunft gefertigt werden. Aktuell findet man weitestgehend noch den Zellenstandard 18650 auf dem Markt vor. Das sind ebenfalls Rundzellen. Allerdings verfügen diese über einen geringeren Durchmesser (18mm) und messen in der Länge 65 mm. Neben dem Einsatzfeld in Notebooks, Tablets und E-Bikes nutzt auch Tesla beim Model S noch diesen Standard. Künftig möchte aber auch der Autobauer aus Palo Alto‎ auf die neuen 2100-Akkuzellen setzen.

Proterra
Proterra Elektrobus mit einer revolutionären Reichweite (Bild: Proterra)

Proterra lädt Elektrobus-Batterie in nur 10 Minuten

Der Durchbruch der Elektromobilität dürfte durchaus auch ein wenig von den Ladezeiten abhängig sein. Hier arbeiten Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereits mit Hochtouren an moderaten Lösungen. Der Tankvorgang an der Benzin-Zapfsäule dauert gewöhnlich nur ein paar Minuten. Inklusive Verschnaufpause, dürfte man sich 10-15 Minuten Ladezeit an der E-Säule durchaus noch gefallen lassen können. Hoffnung macht daher ein patentfreies Schnellladesystem von Proterra, dieses wählt einen anderen Weg und unterscheidet sich daher auch von den Tesla-Superchargern. Proterra lädt schon heute die Batterien von Elektrobussen in nur 10 Minuten. Das System arbeitet dabei vier Mal schneller als Teslas Schnellladesysteme.

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