Chinas innovativer TEB-1-Bus verrostet ungenutzt auf einer Testautobahn

Im Mai dieses Jahres berichteten zahlreiche Medien über einen futuristischen Bus aus China namens TEB-1. Der Bus sollte 1400 Passagiere befördern und bis zu 65 km/h schnell sein. Der größte Clou allerdings: Der Bus überspannt die Straße wie eine Brücke, Autos können unter ihm hindurchfahren. Auch wir berichteten über dieses innovatives Konzept. Ein paar Monate später tauchten Berichte über einen Prototypen auf. Nun stellte sich jedoch heraus, dass das Konzept wohl im Sande verlaufen wird. Der Hauptingenieur des Projekts hat keinen Schulabschluss, und die Investoren haben vom Hersteller keinerlei Garantien bekommen.

Futuristischer Bus vergammelt in einem Schuppen

Der TEB-1 wurde als Bus der Zukunft präsentiert – und spätestens, als er im August in den Testbetrieb ging, waren Medien und Beobachter beeindruckt. Das ambitionierte Projekt schien tatsächlich zu funktionieren.

Nun jedoch hat ein Reporter aus Qinhuangdao den einzigen Prototyp des hoch angepriesenen Bus auf einem kleinen Abschnitt Testautobahn in der Provinz Hebei gefunden. Dort rottet das Gefährt, das im August noch so stolz präsentiert wurde, in einem Unterstand vor sich hin. Ein einzelner Wachmann bewacht den Bus und ist nach eigenen Angaben bereits seit mehreren Monaten nicht mehr in der Lage, die Manager des Herstellers TEB Technology Development Company zu erreichen.

Als problematisch stellte sich unter anderem heraus, dass der Bus zu schwer für chinesische Straßen ist und unter ihm lediglich Fahrzeuge bis zu einer Höhe von 2,10 Metern durchfahren können.

Auch wenn es so aussieht, als hätten die Medien das Projekt verfrüht gefeiert und als würde das Konzept vorerst im Sande verlaufen: Die Idee ist und bleibt ziemlich gut. Möglicherweise werden wir eines Tages ein Remake des TEB-1 zu Gesicht bekommen, das ein bisschen besser durchdacht wurde.

via Shangaiist