Träume sind nicht einfach etwas, das wir über uns ergehen lassen müssen, ganz im Gegenteil: Wir haben in einem gewissen Rahmen die Möglichkeit, Kontrolle über sie zu erlangen. Versuche in diese Richtung gab es schon öfter, von ganz normalen Alltagsmenschen ebenso wie durch professionelle Psychologen. Australische Forscher haben sich nun mit der Frage beschäftigt, welche Methode am besten wirkt, um vom passiven Träumen zum aktiven Klarträumen zu gelangen.


Bastel dir deinen eigenen Traum!

Kinder beherrschen das Klarträumen noch ganz gut, verlernen es aber

Klarträume sind Träume, die wir bewusst kontrollieren können; manchmal nennt man sie auch luzide Träume. Kinder beherrschen diese Art des Träumens in der Regel noch ganz gut, sie können auf Anweisung beim nächsten Alptraum das Monster verjagen und sich so der eigenen Ängste entledigen.

Im Laufe der Jahre geht diese Fähigkeit meistens verloren – leider, möchte man meinen. Denn es erscheint doch sehr viel besser, sich selbst schöne Träume zu basteln, als jede Nacht irgendein Szenario über sich ergehen zu lassen, das womöglich beängstigend oder zumindest unangenehm wirkt.


46 von 47 Probanden erlernten das Klarträumen in einer Woche

Das bereits genannte australische Forscherteam hat sich verschiedene Methoden zur Brust genommen und diese mit Hilfe von Probanden getestet. Den größten Erfolg verbuchten sie mit folgender Vorgehensweise: Du stellst dir vor dem Einschlafen den Wecker auf fünf Stunden, stehst beim Klingeln kurz auf und nimmst dir das Klarträumen ganz fest vor: »Sobald ich anfange zu träumen, erinnere ich mich daran und übernehme das Zepter!« Nach fünf Minuten legst du dich wieder hin und schläfst weiter. Jetzt wirst du hoffentlich deine Träume ganz fest in der Hand haben! Nach etwa fünf Stunden Schlaf beginnt nämlich zumeist die sogenannte REM-Phase mit der größten Traumaktivität. 46 von 47 Studienteilnehmern hatten nach einer Woche Training tatsächlich Klarträume, das Aufstehen zwischendurch hat ihren Schlaf sogar noch effizienter gemacht. Aber Achtung: Der Schuss könnte auch nach hinten losgehen, im schlimmsten Fall entwickeln sich vielleicht doch Schlafstörungen, wenn man die Sache allzu weit treibt. Also bitte aufpassen!

Quelle: deutschlandfunknova.de

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