Shisha-Rauchen hat in den letzten Jahren stark an Beliebtheit zugenommen. Das zeigt sich nicht zuletzt auch an der zunehmenden Anzahl von Shisha-Shops und Marken für Shisha-Tabak. Aber die beliebte Wasserpfeife birgt durchaus auch Gefahren. Immer häufiger kommt es beim Rauchen zu Kohlenmonoxidvergiftungen. Das Gas entsteht bei der Verbrennung der Kohle auf der Pfeife und kann insbesondere in kleinen, unbelüfteten Raumen sehr schnell lebensgefährlich werden – vor allem dann, wenn man allein in schneller Folge raucht.


CO-Vergiftung: Oft ist es zu spät

Kohlenmonoxid (CO) ist für einen Großteil der tödlichen Vergiftungen weltweit verantwortlich. Das liegt unter anderem daran, dass das Gas geruchs- und farblos ist und eine Vergiftung häufig erst dann bemerkt wird, wenn es schon zu spät ist. Müdigkeit, Benommenheit, Übelkeit, Kopfschmerzen, grippeähnliche Symptome und Schwindel sind frühe Symptome einer Vergiftung. Sie werden jedoch recht häufig falsch eingeordnet. Hohe Dosen von Kohlenstoffmonoxid wirken auf den Körper schwer toxisch und führen innerhalb von Minuten zu Bewusstlosigkeit und Ersticken.


Das Tückische an Kohlenstoffmonoxidvergiftungen ist, dass die CO-Moleküle sich an das Hämoglobin im Blut binden und dessen Fähigkeit stören, Sauerstoff zu transportieren. Wenn ernsthafte Symptome der CO-Vergiftung auftreten, reicht es daher nicht, einfach den Raum zu verlassen und an die frische Luft zu gehen, sondern es besteht zwingend ärztlicher Behandlungsbedarf.

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Zuletzt aktualisiert am 19.11.2017

Unsaubere Verbrennung produziert Kohlenstoffmonoxid

Kohlenstoffmonoxid entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen bei unzureichender Sauerstoffzufuhr. Ein klassischer Gefahrenherd sind verrußte Gasthermen. Ein Warnzeichen ist dabei die Flamme des Brenners: Wenn sie von blau zu gelb wechselt, entsteht bei der Verbrennung CO. Auch der Einsatz eines Holzkohlegrills in geschlossenen Räumen ist dahingehend gefährlich.

Aber auch Vergiftungen durch Shisha-Rauchen treten immer häufiger auf. Bei der Verbrennung der Kohle auf der Pfeife entsteht Kohlenstoffmonoixid. Besonders gefährdet ist, wer ohne viel abzusetzen in geschlossenen Räumen ohne ausreichende Belüftung raucht. Im Extremfall reichen wenige Minuten, um so viel Kohlenstoffmonoxid aufzunehmen, dass es zu ernsthaften Vergiftungssymptomen kommt.

Die Therapie von Kohlenstoffmonoxidvergiftungen erfordert eine Druckkammer. Die Gabe von Sauerstoff unter erhöhtem Druck verdrängt das giftige Gas aus dem Körper. In der Universitätsklinik Düsseldorf wurden dieses Jahr bereits 100 Fälle von CO-Vergiftungen behandelt, von denen 40 auf Shisha-Rauchen zurückzuführen sind.

CO-Melder retten Leben

Die wirksamste Vorsorge gegen CO-Vergiftungen ist der Kauf von Kohlenstoffmonoxidmeldern. Solche Geräte kosten zwischen 20 und 50 Euro und sind in jedem Baumarkt zu bekommen. Ansonsten sollte jeder auf Alarmsignale seines Körpers achten – vor allem beim Shisha-Rauchen. Schwindel und Übelkeit sind im Zweifel auf eine Kohlenstoffmonoxidvergiftung zurückzuführen und sollten ernst genommen werden. Im Verdachtsfall sollten betroffene sofort alle Fenster öffnen, den Raum verlassen und die Feuerwehr verständigen. Das mag im ersten Moment übertrieben wirken, aber Kohlenstoffmonoxidvergiftungen sind lebensgefährlich und sollten nicht unterschätzt werden.

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1 Kommentar

  1. Kai

    12. November 2017 at 12:49

    Das Einfachste wäre, diesem schwachsinnigen Modetrend garnicht erst zu folgen.

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