Inzwischen können sämtliche Früchte das ganze Jahr über im Supermarkt gekauft werden. Doch Feinschmecker wissen: Es macht einen Unterschied, ob man eine vor Ort gewachsene Erdbeere isst oder eine, die zuvor um die halbe Welt geflogen wurde. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass letztere besonders früh geerntet werden muss, um nicht auf dem Weg nach Deutschland bereits wieder zu verfaulen. Das französische Startup Agricool hat sich daher die lokale Fruchtproduktion auf die Fahnen geschrieben. Dazu hat das Unternehmen ein System entwickelt, das auf alten Schiffscontainern basiert und es ermöglicht, zahlreiche Früchte ganzjährig und lokal anzubauen. Im Idealfall kann man dann den Unterschied zur Ware aus dem Supermarkt deutlich schmecken.


Credit: Tony Trichanh
Credit: Tony Trichanh

Die angebauten Erdbeeren entsprechen den höchsten Öko-Standards

Auch in der Vergangenheit gab es bereits Ansätze, alte Schiffscontainer als städtische Farm zu nutzen. Dabei wurde in der Regel allerdings nur vergleichsweise einfach anzubauendes Blattgemüse produziert. Agricool geht nun aber einen großen Schritt weiter und möchte langfristig auch exotische Früchte anbauen. Zunächst aber werden in den umgebauten Schiffscontainern vor allem Erdbeeren wachsen – was kompliziert genug ist. Insgesamt dreißig Ingenieure arbeiten beständig an Lösungen, damit innerhalb des Containers immer optimale Bedingungen herrschen. Ein spezielles Be- und Entlüftungssystem sorgt beispielsweise dafür, dass keine Schädlinge eindringen können. Daher ist auch der Einsatz von Pestiziden nicht notwendig.

Ein Container produziert rund 4.000 Erdbeeren pro Jahr

Der Anbau im Container bringt zudem einige Vorteile mit sich. Weil die Pflanzen übereinander und unter optimalen Bedingungen wachsen, können beispielsweise 120 Mal mehr Früchte geerntet werden als dies auf einem klassischen Acker derselben Größe der Fall wäre. Im Fall der Erdbeere bedeutet dies konkret: Auf den dreißig Quadratmetern können jährlich 4.000 Erdbeeren gepflückt werden. Die Pflanzen wachsen zudem in einer Hydrokultur, was bedeutet, dass die Wurzeln jeweils mit der idealen Menge an Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Gegenüber der klassischen Anbaumethode kann so neunzig Prozent des Wasserverbrauchs eingespart werden. Bei den Containern von Agricool stammt die benötigte Energie zudem zu einhundert Prozent aus nachhaltigen Quellen.


Via: Newatlas

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