Hüftverletzungen sind extrem unangenehm. Sie schränken nicht nur die Mobilität des Patienten ein, sondern brauchen in der Regel auch verhältnismäßig lange um komplett auszuheilen. Insbesondere bei älteren Menschen können Stürze, die die Hüfte in Mitleidenschaft ziehen, daher schwerwiegende Auswirkungen haben. Unter Umständen verlieren die Senioren dadurch ihre Eigenständigkeit und müssen sich auf eine kraftraubende Reha einstellen. Die Firma ActiveProtective hat daher nun einen Gürtel entwickelt, der im Falle eines Sturzes wie ein Airbag funktioniert und die Hüfte schützt.


Hüftairbag

Sensoren erkennen Stürze und lösen den Airbag aus

Die Belastungen für die Hüfte im Falle eines Sturzes sollen so um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Im Ernstfall könnten so schlimmere Verletzungen verhindert werden. Damit der Gürtelairbag rechtzeitig auslöst, ist er mit 3D-Sensoren ausgestattet, die ungewöhnliche Abwärtsbewegungen erkennen und dann die entsprechenden Schutzmaßnahmen aktivieren. Dabei schieben sich Luftkissen explosionsartig über die Hüften und reduzieren so die Kraft des Aufpralls. Die dabei genutzte Technik wurde von den klassischen Auto-Airbags übernommen.


Hüftairbag

Kommerzieller Vertrieb könnte Ende 2016 starten

Die Idee für den Hüftairbag entwickelte Dr. Robert Buckman. Dieser arbeitete früher selbst als Chirurg und ist daher mit den Problemen von Hüftverletzungen bestens vertraut. Zudem gehört ihm heute eine Firma, die künstliche Körper zu medizinischen Übungszwecken herstellt. In dieser Firma produzierte er schließlich auch die künstliche Kopie einer 90 Jahre alten Frau. An diesem intelligenten Dummy wird seitdem der tragbare Airbag getestet. Die Ergebnisse bisher sind nach Angaben Buckmans so zufriedenstellend, dass bereits in diesem Jahr auch mit Tests an echten Menschen begonnen werden soll. Treten dabei keine unerwarteten Probleme auf, könnte ab Ende 2016 mit der kommerziellen Vermarktung der Neuentwicklung begonnen werden.

Quelle: Gizmag

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