Im Schnitt finden sich in jedem britischen Haushalt etwa siebzehn Dosen mit alter Farbe. Diese fachgerecht zu entsorgen ist allerdings vergleichsweise teuer und aufwendig. Der Konzern AkzoNobel hat nun allerdings ein Verfahren entwickelt, dass einen Teil der alten Farbe recyceln soll. Anschließend kann diese dann wieder ganz normal genutzt werden. Gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation Community RePaint wurde daher bereits im vergangenen Jahr eine erste Recycling-Anlage für alte Farben in Betrieb genommen. Seitdem konnten 10.000 Liter recycelter Farbe produziert und an Menschen in Not verteilt werden. So profitierten beispielsweise Flutopfer von der preisreduzierten Farbe. Aktuell wird zudem eine weitere Recycling-Anlage gebaut.


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Mittelfristig sollen jährlich rund drei Millionen Liter recycelt werden

„Britische Haushalte schmeißen jedes Jahr 55 Millionen Liter Farbe weg, aber mehr als die Hälfte dieser Farbe ist noch gut genug, um erneut verwendet zu werden. Diese innovative Initiative ist in unserer Industrie führend was die Vermeidung von Farbresten in der allgemeinen Müllentsorgung angeht“, erklärt Matt Pullen, bei AkzoNobel für Großbritannien zuständig, die Idee hinter dem Projekt. Für die nächsten Jahre haben sich die beiden Partner daher große Ziele gesteckt: Bis Ende 2017 sollen insgesamt rund 100.000 Liter an recycelter Farbe produziert und verteilt werden. Ab dem Jahr 2020 ist dann sogar eine Verzehnfachung der jährlichen Produktion an recycelter Farbe auf rund drei Millionen Liter geplant.


Der „ReColour“ Report ruft Regierung und Industrie zur Teilnahme auf

Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, hat AkzoNobel zudem bereits im vergangenen Jahr den sogenannten „ReColour“ Report herausgegeben. Darin werden die Regierung und die Industrie des Landes aufgefordert, sich ebenfalls des Problems der Farbentsorgung anzunehmen. AkzoNobel selbst will daher in den nächsten Jahren zahlreiche weitere Farbrecycling-Anlagen in Betrieb nehmen. Auch die seit 23 Jahren bestehende Partnerschaft mit der Organisation Community RePaint soll fortgeführt werden. Wie immer beim Thema Müllvermeidung kann aber natürlich auch hier der Verbraucher seinen Teil beitragen, indem er nicht mehr benötigte Farbe nicht einfach wegwirft, sondern beispielsweise an Freunde oder Bekannte weiterreicht.

Via: Businessgreen

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