Die US-Regierung hatte ursprünglich das Ziel ausgegeben, bis zum Jahr 2015 rund eine Millionen Elektroautos auf die Straße zu bringen. Diese Marke wurde aber weit verfehlt: Aktuell gibt es in den Vereinigten Staaten rund 500.000 Autos mit Elektromotor. Ein Grund für die hinter den Erwartungen zurückbleibenden Verkaufszahlen ist dabei das lückenhafte Netz an Ladestationen. Zumindest in einem Teil des Landes will die US-Regierung in diesem Bereich nun gegensteuern. Experten sollen sogenannte „national electric vehicle charging corridors“ festlegen. Diese sollen sich über insgesamt 40.000 Straßenkilometer erstrecken und am Ende im Schnitt alle 80 Kilometer eine Ladestation aufweisen. Auf diese Weise werden insbesondere beliebte Fernverkehrsstrecken mit der notwendigen Infrastruktur versehen, damit diese auch von Elektroautos problemlos befahren werden können.


Tesla Motors - Elektroautos

Auch zahlreiche Bundesstaaten und Unternehmen sind an dem Projekt beteiligt

In den letzten Jahren war dabei durchaus schon ein starker Anstieg an verfügbaren Ladestationen zu beobachten. So gab es im Jahr 2008 landesweit lediglich 500 – inzwischen ist dieser Wert auf immerhin 16.000 angestiegen. Die meisten davon liegen allerdings in größeren Städten, so dass sie für längere Reisen nur bedingt nutzbar sind. Nun soll eine große gemeinsame Initiative dies ändern. Denn neben der US-Regierung sind auch 28 Bundesstaaten sowie zahlreiche Unternehmen wie BMW, Nissan, General Motors und General Electric an dem Projekt beteiligt. Zahlreiche Staaten und lokale Behörden haben zudem zugesagt, zukünftig im eigenen Fuhrpark ebenfalls auf Elektroautos zu setzen.


Die deutschen Autohersteller planen ein europaweites Netz an Schnellladestationen

Die USA sind allerdings nicht das einzige Land, in dem die Elektroautos noch nicht so oft wie geplant verkauft wurden. Die deutsche Bundesregierung hat daher vor einiger Zeit eine Kaufprämie beschlossen, um die Verkäufe anzukurbeln. China hingegen scheint auf eine verpflichtende Produktionsquote für Elektroautos zu setzen. Auch in Europa ist das Netz an verfügbaren Ladestationen zudem noch eher lückenhaft. Die deutschen Autohersteller haben sich daher zu einer gemeinsamen Initiative zusammengeschlossen und wollen ein europaweites Netz an Schnellladestationen aufbauen. Die US-Regierung hingegen wird nun zunächst zwei Studien in Auftrag geben, die feststellen sollen, auf welchen Highways der Bedarf an Elektroladestationen am höchsten ist.

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