Lange Jahre war der Ölkonzern ExxonMobil das mit Abstand wertvollste Unternehmen der Welt. Da galt es schon als kleine Zeitenwende als diese Position Anfang 2012 durch das Technologieunternehmen Apple übernommen wurde. Damals eilte Apple von Erfolg zu Erfolg und ließ daher auch die meisten Konkurrenten hinter sich: So war das Unternehmen mit dem Apfellogo zeitweise mehr Wert als Google und Microsoft zusammen. Doch schon seit einiger Zeit steht Apple inzwischen in der Kritik, weil der Konzern zu abhängig von den Verkaufszahlen des iPhones ist. Daran konnte auch die neu eingeführte Apple Watch bisher nichts ändern. Dies schlägt sich im Börsenkurs nieder: Der Google-Dachkonzern Alphabet hat im nachbörslichen Handel am Montag die Rolle des weltweit teuersten Konzerns übernommen.


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Anleger trauen Alphabet in der Zukunft die besseren Geschäfte zu

Nachdem Alphabet gestern seine Quartalszahlen präsentierte, stieg der Aktienkurs um rund acht Prozent. Das Unternehmen ist nun insgesamt 550 Milliarden Dollar Wert – Apple hingegen nur 535 Milliarden. Zum Vergleich: Die beiden wertvollsten deutschen Unternehmen, Volkswagen und Siemens, liegen jeweils unter der 100-Milliarden-Marke. Auch der Trend des letzten Jahres spricht eindeutig für Google: Die Alphabet-Aktie stieg in diesem Zeitraum um vierzig Prozent, während die Apple-Teilhaber einen Verlust von rund 18 Prozent hinnehmen mussten. Die Entwicklung der Aktienkurse ist dabei vor allem deswegen interessant, weil an der Börse auf die Zukunft eines Unternehmens gewettet wird. Die Anleger sehen bei Alphabet also anscheinend aktuell mehr Potential für neue gewinnbringende Produkte.


Suchmaschine, Werbung, Android und Youtube sind die Pfeiler von Alphabet

Unter der Dachmarke Alphabet sind alle Geschäftsaktivitäten Googles gebündelt. Dazu gehört die klassische Suchmaschine mit dem dazugehörigen Werbegeschäft, aber auch beispielsweise das Betriebssystem Android und der Videodienst Youtube. Google hat zudem eine ganze Reihe an neuen Geschäftsideen unter dem Label „Other Bets“ organisiert. Dazu gehört unter anderem „NEST“, das sich die Vernetzung von Haushaltsgeräten zum Ziel gesetzt hat. Dabei handelt es sich bisher aber um reine Verlustgeschäfte. So wies dieser Bereich im Jahr 2015 ein Minus von 3,6 Milliarden Dollar aus. Alphabet wird es allerdings verschmerzen können: Der Gewinn im Kerngeschäft des Unternehmens lag bei mehr als 23 Milliarden Dollar.

Via: CNBC

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