Ein in Zukunft nicht zu unterschätzendes Geschäftsfeld für Technologieunternehmen sind sogenannte “Wearables”, also Accessoires oder Kleidungsstücke mit elektronischen Komponenten. Aktuell angesagt sind Smartwatches – kaum ein namenhaftes Unternehmen kommt noch ohne solch eine smarte Uhr aus. Auch der Marktgigant Apple mischt in dem Bereich mit und hat in diesem Jahr die iWatch vorgestellt, die nächstes Jahr in den Verkauf gehen soll. Aber damit nicht genug. Apple wird mit Sicherheit in Zukunft auch noch weiter in den Markt der Wearables einsteigen. Als nächstes mögliches Projekt von Apple könnte eine intelligente Brille anstehen. Google hat mit der Datenbrille Google Glass, die unlängst in amerikanischen Kinos verboten wurde, vorgemacht, wie es geht. Der Designer Erik Huismann hat sich gefragt, wie eine solche Brille von Apple aussehen könnte und ein Konzept entworfen.


iGlass
Apples „iGlass“ könnte die Antwort auf Google Glass sein.

Apple Glass: Apples Antwort auf Google

Nur damit wir uns richtig verstehen: Es handelt sich hierbei um reine Spekulationen. Weder von Apple selber noch aus der Reihe der Zulieferer, die sich normalerweise als ergiebige Quelle herausgestellt hat, kam ein entsprechendes Gerücht.

Dennoch ist es durchaus denkbar, dass Apples nächstes Wearables-Projekt nach der iWatch die “iGlass” wird. Googles Vorstoß in dem Bereich zeigt, dass der Bedarf vorhanden ist. Und in Zukunft wird der Markt für derartige Brillen sicher nicht kleiner werden.


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Apple hat das Zeug, eine Datenbrille massenfähig zu machen

Aber sein wir mal ehrlich: Google Glass ist momentan noch etwas für die Hardcore-Nerds unter uns. Um ein wirklich massenfähiges Produkt handelt es sich (noch) nicht. Dies hinterlässt eine Bresche, in die Apple durchaus vorstoßen könnte. Wie kein anderes Unternehmen versteht die Firma aus Cupertino es, anfangs belächelte Produkte massenfähig zu machen. Man denke nur an das iPhone, das bei seiner Präsentation 2007 nicht das erste Smartphone auf dem Markt war.

iGlass: Neue Herausforderung für Jonathan Ive?

Neben der technischen Komponente, also möglichen Features einer Datenbrille von Apple, wäre vor allem das Design ein entscheidender Faktor. Denn: So innovativ Google Glass auch ist, am optischen Faktor besteht noch eine ganze Menge Raum für Verbesserungen. Und eine Brille – ähnlich wie eine Uhr – trägt man nun mal geradezu täglich. Das hebt das Design nahezu auf die gleiche Stufe wie die Features.

Apple hat in Sachen Design jedoch eine Geheimwaffe: Sir Jonathan Ive, der in Cupertino für alle Designfragen zuständig ist, ist ein wahrer Meister seines Faches. Nicht umsonst erfreuen sich alle Apple-Produkte nicht zuletzt wegen ihres Designs großer Beliebtheit. Das Projekt “iGlass” könnte die nächste große Herausforderung für den Design-Guru sein.

Das Design von Apples Datenbrille sollte sich so dicht wie möglich an herkömmlichen Brillen orientieren. Diesen Gedanken nimmt das Konzept von Erik Huismann auf. Seine Vorstellungen von “iGlass” zeigen eine dezent gehaltene Brille, die von normalen Sehhilfen fast nicht zu unterscheiden ist.

Zusätzlich zu einem ansprechenden Design könnte Apple die Datenbrille in verschiedenen Formen und Farben auf den Markt bringen. Man schaue sich nur an, wie viel Vielfalt der Markt für gewöhnliche Brillen bietet. Was spricht dagegen, das Konzept auch auf intelligente Brillen zu übertragen?

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Wobei an dieser Stelle gesagt sein muss, dass das Design der iWatch, Apples erstem Vorstoß im Bereich der Wearables (wenn man mal von dem Armband für den iPod nano absieht), nicht unbedingt auf die Zustimmung des Autors gestoßen ist. Allerdings handelt es sich hierbei um eine persönliche Ansicht, die sicher nicht von jedem geteilt werden muss.

Auch die Technik ist entscheidend

Auch wenn das Design eine große Rolle spielt, sollte Apple sich auch in Sachen Features nicht zurückhalten. Das momentane iOS-Ökosystem bietet einige interessante Möglichkeiten für eine Datenbrille.

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Auch über diese Frage macht sich das Konzept Gedanken. Die Daten werden mittels eines speziellen Projektors auf ein adaptives Glas projiziert. Dabei werden die meisten Informationen am Rande des Gesichtsfeldes dargestellt, sodass sie den Träger im Alltag nicht zu sehr ablenken. Ein Helligkeitssensor sorgt dafür, dass die dargestellten Daten auch bei Sonnenlicht jederzeit lesbar bleiben.

Mit einem Mikrofon und mehreren Lautsprechern kann die Brille über Siri gesteuert werden. Außerdem sind auch Sprachanrufe bei einer Koppelung mit einem iPhone möglich. Der Zugang zum mobilen Internet wird auch über ein iPhone realisiert, wobei auch eine separate SIM-Karte vorstellbar ist.

Außerdem ermöglicht das Projekt “iGlass” in dem Konzept eine Navigation für Fußgänger. Die benötigten Informationen wie die nächste Abbiegung und weitere Infos werden dezent am Rand dargestellt.

Des weiteren stellt sich Huismann vor, dass Apple eine Funktion implementieren könnte, die in Zusammenarbeit mit Einzelhändlern Preisvergleiche über das Internet ermöglicht. Die Brille zeigt den Preis eines angezeigten Produktes an, und bietet dann möglicherweise auch Alternativen.

iGlass ist Zukunftsmusik

Eine Datenbrille von Apple ist sicherlich noch Zukunftsmusik. Die iWatch wird erst nächstes Jahr in den Verkauf gehen. Daraus ergibt sich, dass es frühestens 2016 Zeit für ein neues Wearable-Produkt von Apple ist. Aber es scheint alles andere als unwahrscheinlich, dass Apple dem Konkurrenten Google in Zukunft auf den Markt der Datenbrillen folgen wird.

 

 

via Handybus

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