IBM, der weltgrößte IT-Dienstleister, möchte in Zukunft die durch Apple Geräte aufgezeichneten Gesundheitsdaten auswerten. Neben Ärzten soll auch Versicherungsunternehmen der Zugang zu den Daten gewährt werden. Apple selbst hat mit der neuen Healthkit-Plattform eine Schnittstelle geschaffen um die per iPhone und Apple Watch gesammelten Daten bequem verwalten und auszuwerten zu können.


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Analyse-Software und Gesundheitsdaten sind Gold wert

Um die Partnerschaft mit Apple zu vertiefen und zeitgleich auch in den Milliardenmarkt mit elektronischen Gesundheitsdaten einzusteigen, gründet der IBM ein neues Unternehmen. Der Hauptaufgabenbereich der neuen Firma liege darin Millionen von Apple Geräten gesammelte Gesundheitsdaten auszuwerten. Die Datenanalysen sollen dann unter anderem an Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich wie etwa Johnson & Johnson und Medtronic verkauft werden. Das teilte IBM am Montag mit.

IBM kaufte jüngst gleich zwei Experten für die Analyse von Gesundheitsdaten, nämlich die Gesellschaften Explorys und Phytel. Der Markt mit den Gesundheitsdaten, die durch elektronische Geräte erfasst werden, ist hart umkämpft. Es gibt bereits mehr als eine Hand voll Firmen, die nach Wegen suchen die steigende Anzahl der Gsundheitsdaten, erfasst von modernen Wearables und Smartphones, auszuwerten. IBM möchte hier ebenfalls in naher Zukunft tatkräftig unterstützen. Der Konzern betont dabei besonders viel Wert auf Datensicherheit zu legen.


Mit dem iPhone oder der Apple Watch können die Nutzer ihren Puls, verbrannte Kalorien, Bewegungsdaten, den Cholesterinwert und einiges mehr aufzeichnen. Per IBM-App sollen die Daten dann bald über einen Online-Speicher weitergereicht und unter anderem auch der Forschung zugänglich gemacht werden.

Der IBM-Manager Michael Rhodin ist fest davon überzeugt, dass vor allem jüngere Nutzer ihre Daten für die Auswertung und zur Forschung zur Verfügung stellen.“Die Generation, die die Apple Watch kauft, ist interessiert an Daten-Philantropie“, zitiert die Financial Times Rodin.

IBM gab darüber hinaus bekannt auch Software für die Analyse der Daten an andere Unternehmen zu verkaufen. Dabei sollen Ärzte, Forscher und Versicherungsunternehmen die für sie interessanten Informationen verarbeiten können. Das Ganze komme dem IT-Dienstleister vor allem der Gesundheitsversorgung entgegen und spare auf lange Sicht Kosten. IBM möchte in diesem recht neuen Markt nicht nur mit Apple zusammenarbeiten, sondern plant auch weitere Kooperationen mit Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich. Dazu gehören unter anderem der Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson und Medtronic, einer der größten Hersteller von Medizingeräten.

Der Markt elektronischer Gesundheitsdaten ist riesig und hat auch in Zukunft noch eine Menge Potential. Je früher die Menschen anfangen ihre Daten mit Fitness-Trackern, Smartwatches und Co aufzuzeichnen, desto wertvoller sind die Erhebungen. Ein Experte erklärte uns, dass die Daten eines jungen Menschen, der mit 12 Jahren mit der Aufzeichnung begann und über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich bis in das gehobenere Alter fortgeführt hat, Millionen wert sind.

Apple Watch Gesundheits- und Fitnesstracker im Video

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