Greenpeace veröffentlicht jedes Jahr eine Liste mit den nachhaltigsten Tech-Unternehmen. Noch vor wenigen Jahren fand man Apple dort auf den hinteren Plätzen. Dann allerdings warb der Konzern Lisa Jackson von der US-Umweltbehörde EPA ab und seitdem wird kräftig in die Nachhaltigkeit investiert. So hat Apple eine eigene Energiefirma gegründet, die vor allem Wind- und Solarparks baut und betreibt. Im diesjährigen Nachhaltigkeitsbericht des Konzerns konnte daher ein erster Erfolg verkündet werden: Sämtliche Server des Unternehmens werden ausschließlich mit Erneuerbaren Energien betrieben. Langfristig ist es sogar denkbar, dass Apple in das Energiegeschäft einsteigt und selbst damit beginnt, den Wind- und Solarstrom zu vermarkten. Dies ist allerdings noch Zukunftsmusik. Bereits jetzt wurde Apple von Greenpeace aber als nachhaltigstes Unternehmen der Tech-Branche ausgezeichnet.

Der Recclingroboter Liam bei der Arbeit. Er wird eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht alte Geräte zu recyceln und die Rohstoffe erneut zu verwenden. Source: Geek.com

Das Gold alter Smartphones bringt Apple jährlich vierzig Millionen Dollar ein

Neben den Erneuerbaren Energien hat Apple zudem das Thema Recycling in den Blick genommen. So wurde vor einiger Zeit ein Roboter namens Liam präsentiert, der pro Jahr mehr als zwei Millionen alte iPhones in seine Einzelteile zerlegen kann. Auch hier wurden nun konkrete Zahlen genannt: 100.000 alte iPhones ergeben 1.900 Kilogramm Aluminium, das erneut verwendet werden kann. Außerdem erzielte Apple Einnahmen von immerhin 40 Millionen Dollar, indem das in den Smartphones enthaltene Gold separiert und dann verkauft wurde. Für die Zukunft hat der Konzern allerdings noch deutlich weitergehende Pläne: Die neuen Produkte sollen dann ausschließlich aus recycelten Materialien bestehen – und später dann wiederum selbst als Rohstoffquelle gelten.

Eine Serie an Mac Minis wurde bereits aus alten iPhones produziert

Wie dies aussehen könnte, hat Apple bereits ausprobiert. So wurde aus den Materialien, die Liam aus den alten iPhones gewonnen hat, bereits eine Reihe an Mac Minis produziert. Diese werden nun zur Steuerung der iPhone-Produktionslinien genutzt, könnten theoretisch aber auch in den Verkauf gehen. Um das ambitionierte Ziel eines vollständigen Recycling-Kreislaufs zu erreichen, muss Apple es allerdings schaffen, dass die Kunden ihre nicht mehr genutzten Produkte auch tatsächlich an das Unternehmen zurückgeben – und nicht einfach in den Restmüll schmeißen. Schon bisher bekommt man für eingesendete Geräte teilweise einen Gutschein für neue Produkte. Zukünftig könnten die Anreize aber noch deutlich stärker ausfallen.

Via: Engadget

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