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Apple-Zulieferer Foxconn will fast alle menschlichen Arbeiter durch Roboter ersetzen

Erst kürzlich berichteten wir von einem japanischen Versicherer, der 34 Mitarbeiter in einem Büro mit der künstlichen Intelligenz Watson Explorer von IBM ersetzt hat. Aber bevor nun zahllose Jobs in der Dienstleistungsbranche ersetzt werden, wird es wohl erstmal die Industrie treffen. Der Apple-Zulieferer Foxconn etwa gab kürzlich bekannt, verstärkt auf volle Automatisierung hinarbeiten zu wollen. In Zukunft werden in Foxconns Fabriken in China also fast nur noch Roboter arbeiten, keine Menschen mehr.

foxconn

Drei-Schritt-Programm zur vollständigen Automatisierung

Foxconn möchte den Weg zur vollen Automatisierung in drei Schritten gehen. Dai Jia-peng von Foxconns Automation Technology Development Committee sagte gegenüber Digitimes: „In the first phase, Foxconn aims to set up individual automated work stations for work that workers are unwilling to do or is dangerous. This will be followed by the second phase, which focuses on streamlining production efficiency and removing unnecessary robots from the production line. In the third phase, entire factories will be automated with only a minimal number of workers assigned for production, logistics, testing, and inspection processes.“

Das Unternehmen begann bereits 2015, an Automatisierungsprozessen zu arbeiten. Das Ziel war eine Automatisierung von 30 Prozent bis 2020. In den Fabriken des Konzerns arbeiten bereits jetzt etwa 40.000 sogenannte Foxbots, industrielle Roboter, die Foxconn selber entwickelt hat. Von diesen Foxbots kann Foxconn 10.000 pro Jahr produzieren.

Laut Dai sind bereits 3 Fabriken des Unternehmens in der zweiten oder dritten Phase des Plans, und es gibt bereits mindestens 10 voll automatisierte Produktionslinien.

Die Automatisierung gefährdet weltweit Jobs

Vor allem in der Industrie geht es weitgehend um Effizienz. Automatisierung und maschinelle Fertigung hat sich da als gute Methode rausgestellt, um existierende Arbeitsabläufe zu optimieren. Diese Entwicklung ist nicht neu, sondern im Endeffekt schon seit dem Beginn der Industrialisierung zu beobachten. Während die Entwicklung fortgeschrittener automatisierter Produktionsprozesse für die Unternehmen erstrebenswert sind, werden im Zuge ihrer Implementierung auch viele menschliche Arbeit ihre Jobs verlieren. Foxconn stellt in China 1,2 Millionen Arbeitsplätze bereit – nach einer vollständigen Automatisierung wären es noch etwa 200.000.

Der Schritt in Richtung vollständige Automatisierung ist für ein Unternehmen mit erheblichen Investitionen verbunden. Diese amortisieren sich jedoch recht zeitnah, da auch erhebliche Personalkosten wegfallen. Den Menschen vollständig ersetzen können derweil auch moderne Roboter nicht. „Industrial robots will not be able to completely replace workers because humans have the flexibility to quickly switch from one task to another„, erklärt Dai.

Dennoch zeichnet sich immer mehr ab, dass die Automatisierung, beginnend mit der Fertigungsindustrie, sich global stark auswirken wird. Vor allem vergleichsweise niedrig qualifizierte Arbeiter werden ihre Jobs verlieren und anderweitig beschäftigt werden müssen. Allein in den USA sind 47 Prozent aller Jobs durch Automatisierung gefährdet. Für diese Problematik gibt es allerdings einige Lösungsvorschläge, vom Grundeinkommen bis hin zu ausgeklügelten Weiterbildungsprogrammen. Hoffentlich wird es einen guten, durchdachten Plan geben, wenn die Automatisierung weit genug fortgeschritten ist, um sich global bemerkbar zu machen.

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