Argus II – weltweit erstes bionisches Auge erhält Zulassung

Das Argus II ist weltweit das erste bionische Auge, das jetzt die Zulassung von der FDA, der US amerikanischen Food and Drug Administration erhalten hat. Das bionische Auge besteht aus zwei Teilen. Zunächst soll das Argus II nur in fünf US-Bundesstaaten und dort an insgesamt sieben Kliniken für Patienten zur Verfügung stehen. Zu den Bundesstaaten gehören Maryand, Kalifornien, Pensylvania, Texas und New York.

Bionisches Auge Argus II von Second Sight (Bildquelle: Second Sight)

Die FDA Zulassung erscheint als ein großer Schritt hin zu einer guten Lösung für stark Sehbehinderte der letztendlich sogar erblindeten Patienten ermöglicht wieder sehen zu können. Das bionische Auge Argus II besteht aus einem Implantat, das wie eine künstliche Netzhaut funktionieren soll und einer Brille, die mit einer Kamera und einem speziellem Prozessor ausgestattet ist.

Video: So funktioniert das Argus II

http://www.youtube.com/watch?v=Bi_HpbFKnSw

Sehen wie auf einem mini Bildschirm

Die Videokamera die zum bionischen Auge Argus II von Second Sight gehört erfasst die Bilder und leitet diese zunächst an den Prozessor weiter, der das Bildmaterial verarbeitet. Vom Prozessor aus werden die Daten dann an die künstliche Netzhaut weitergeleitet. Dies ermöglicht es den Patienten, wieder zu sehen. Natürlich ist man derzeit noch nicht in der Lage den Patienten so, ein Sehen zu ermöglichen, wie es nicht sehbehinderte können. Aber man schafft es so, den Patienten zu ermöglichen genug Licht wahrzunehmen, um sich selbständig in der Öffentlichkeit fortbewegen zu können.

Erfolg rechtfertigt den Preis

Seitens der FDA hat man die Risiken genau abgewägt und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Vorteile, die das Argus II System bringt, gegen die Sicherheitsbedenken wie beispielsweise nachoperativen Infektionen und Weiteren überwiegen. Die HighTech Sehhilfe hat natürlich auch ihren Preis. Die Kosten sollen sich auf rund 150.000 US Dollar (umgerechnet rund 112.300,- Euro) belaufen. Darin sind noch nicht die Operationskosten, sowie die Kosten für die Patientenschulung enthalten. Doch was bedeutet der Preis, wenn man Blinden wieder ein Stück Unabhängigkeit zurückgeben kann. Quelle