Während US-Präsident Donald Trump vor allem für ein Comeback der Kohleindustrie wirbt, setzen Klimaschützer auf eine Art Graswurzelbewegung. So sollen sich einzelne Städte dazu entschließen, zukünftig ausschließlich auf Erneuerbare Energien zu setzen. Je mehr Städte dabei mitmachen und je größer diese sind, desto wirksamer kann dieser Ansatz sein. Mit der Millionenmetropole Atlanta – unter anderem Sitz von Coca Cola und von CNN – konnte nun eine wirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutende Stadt für das Projekt gewonnen werden. Dort stimmte der Stadtrat einstimmig einem Antrag des Abgeordneten Kwanza Hall zu. Dieser sieht vor, dass in der Stadt ab dem Jahr 2035 nur noch nachhaltige Energie genutzt wird.

Die Skyline von Midtown Atlanta. Foto: Mike (Flickr: DSC_6831_2_3_tonemapped) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Der Umstieg auf Erneuerbare Energien soll Arbeitsplätze schaffen

Der Zählung der Organisation „The Sierra Club“ zufolge ist Atlanta die 27. Stadt mit einem solchen Beschluss – und die erste Großstadt aus dem Süden des Landes. Der Beschluss in Atlanta sieht vor, dass bis Januar nächsten Jahres ein detaillierter Plan ausgearbeitet werden soll, wie das ambitionierte Ziel in der Energieversorgung erreicht werden kann. Dabei ist zu beachten, dass sämtliche städtischen Operationen bereits ab dem Jahr 2025 auf nachhaltige Art und Weise mit Energie versorgt werden sollen. Als Begründung für den Umstieg auf Erneuerbare Energien wurden vier Argumente genannt: Dies sorge für niedrigere Stromrechnungen, saubere Luft, trinkbares Wasser und schaffe nicht zuletzt gut bezahlte Arbeitsplätze.

Georgia setzt auf den Ausbau der Wind- und Solarkraft

Denn bereits heute arbeiten im US-Bundestaat Georgia doppelt so viele Menschen im Bereich der Erneuerbaren Energien wie in der Branche der fossilen Energieträger. Dies ist auch möglich geworden, weil der Bundesstaat massiv in den Ausbau der Sonnen- und Windenergie investiert hat. Davon profitiert nun auch die größte Stadt Georgias bei dem Plan, auf eine nachhaltige Energieversorgung umzusteigen. Denn sie muss keine eigenen Kapazitäten aufbauen, sondern kann den sauberen Strom bei den Energieversorgern des Landes einkaufen. Die gesteigerte Nachfrage sorgt dann im Idealfall dafür, dass weitere Projekte realisiert werden. Klimaschützer hoffen zudem, dass sich zeitnah weitere Städte ein Vorbild an Atlanta nehmen und ebenfalls eigene Klimaziele beschließen.

Via: Treehugger

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