Augentropfen zur Linderung von Schmerzen müssen teilweise täglich mehrfach in die Augen geträufelt werden um eine Wirkung zu erzielen. Oftmals wird die mit Medikamenten versehene Flüssigkeit nach mehreren Lidschlägen und durch Tränenfluss neutralisiert oder gar wieder aus dem Auge gespült. Wissenschaftler vom Baylor College of Medicine in Houston haben nun hauchdünne „Nanowafer“ entwickelt, die sich wie Kontaktlinsen über die Hornhaut (Kornea) legen und langsam, über den Tag verteilt, auflösen. Die Nanowafer sind durchsichtig und ein Vielfaches kleiner als herkömmliche Kontaktlinse, beinhalten allerdings ebenfalls lindernde Stoffe wie etwa Antibiotikum oder Schmerzmittel.


Nanowafer
Vereinfachte Darstellung der Nano-Plättchen für die Augen

Nano-Scheiben sind effektiver

Statt mehrere Anwendungen über den Tag verteilt vornehmen zu müssen, genügt es die Nano-Plättchen nur einmal zuzuführen. Diese setzen sich im Augenzentrum fest und lösen sich langsam auf. Durch zwinkern oder Tränen werden die Plättchen nicht verwischt. Als Resultat wird die Medikation gleichmäßig über den Tag verteilt abgegeben. Mehrere Behandlungen sind nicht nötig, so dass eine bessere Wirkung erzielt werden kann als bei gewöhnlichen Augentropfen, die regelmäßig über den Tag verteilt eingeträufelt werden müssen. Die Regelmäßigkeit ist bei einer Vielzahl der Behandlungen sehr wichtig. Wird diese nicht gewahrt, kann die Wirkung ihr Ziel verfehlen.

Getestet wurde das neue Verfahren an Mäusen mit entzündeten Augen. Dabei wurde eine Gruppe mit Antibiotika versehenen Nano-Plättchen versorgt, die zweite Gruppe erhielt zwei Mal täglich Augentropfen mit der selben Medikation. Nach zehn Tagen untersuchten die Forscher die Hornhaut der Tiere und stellten fest, dass bei den Tieren aus der ersten Testgruppe eine deutlich bessere Wundheilung eintrat. Die Studie wurde im „American Chemical Society“ Journal abgedruckt.


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