Australien und die USA testen eine Rakete mit Hyperschallgeschwindigkeit

Den Traum vom Fliegen hat die Menschheit sich bereits vor langer Zeit erfüllt. Inzwischen geht es in der Flugzeugforschung vor allem darum, immer effizienter oder schneller zu fliegen. Mehrere Unternehmen arbeiten dabei aktuell daran, Überschallflugzeuge wieder für die zivile Luftfahrt zu nutzen. Noch weiter geht eine US-australische Militärkooperation. Diese hat das Ziel, ein Flugzeug mit Hyperschallgeschwindigkeit – also mindestens der fünffachen Schallgeschwindigkeit – zu entwickeln. Die Strecke von Sidney nach London soll mit dem neuen Flieger dann in rund zwei Stunden zurückgelegt werden können. Einen ersten Erfolg konnten die Forscher dabei nun verzeichnen: Erstmals gelang es ihnen, eine Rakete auf die gewünschte Geschwindigkeit zu beschleunigen.

Copyright: Bill Solomou, Commonwealth of Australia, Department of Defence

Die Rakete erreichte die 7,5fache Schallgeschwindigkeit

Im Süden Australiens stieg die Rakete dabei auf eine Höhe von 278 Kilometern und erreichte dabei die 7,5fache Schallgeschwindigkeit. Der Flug kann dabei durchaus als Meilenstein bezeichnet werden, denn die bisherigen Versuche, ein Flugobjekt auf diese Geschwindigkeit zu beschleunigen, waren alle vorzeitig gescheitert. Das Forschungsprojekt der NASA in Zusammenarbeit mit der Forschungsabteilung der US Air Force und dem australischen Verteidigungsministerium trägt dabei den Namen Hypersonic International Flight Research Experimentation (Hifire). Vorrangiges Ziel ist natürlich die Entwicklung eines ultraschnellen Militärflugzeugs. Steht die Technik dann aber einmal zur Verfügung, wird sie über kurz oder lang auch in der zivilen Luftfahrt zum Einsatz kommen können.

Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist beteiligt

„Der Erfolg dieses Tests bringt uns einen Schritt näher zur Realisierung von Flügen mit Hyperschallgeschwindigkeit“, freut sich Dr. Zelinsky vom australischen Verteidigungsministerium. Seinen Worten zufolge handelt es sich um eine wegweisende Technologie, die die Luft- und Raumfahrt revolutionieren könne. Bei der Entwicklung kommt dabei auch deutsche Expertise zum Einsatz: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist an der Forschungsarbeit beteiligt – ebenso wie der US-Flugzeugbauer Boeing. Bisher lässt sich aber noch nicht seriös prognostizieren, wann tatsächlich das erste Hyperschall-Flugzeug durch die Lüfte fliegen wird.

Via: Popsci