Tesla hat unter Beweis gestellt, dass es möglich ist, zahlreiche Menschen für Elektroautos zu begeistern. Alleine für das neue Model 3 gibt es bereits mehr als 500.000 Vorbestellungen. Doch genau da liegt auch ein Problem des Unternehmens. Denn bisher konnte Tesla diese Nachfrage nicht einmal ansatzweise bedienen. So wurden im dritten Quartal lediglich 260 Fahrzeuge des neuen Mittelklassewagens produziert. Statt bis Ende des Jahres soll die wöchentliche Produktion von 5.000 Model 3 nun erst zum Ende des ersten Quartals 2018 erreicht werden.


Finanziell stellt dies eine Belastungsprobe dar. Denn die Kosten des Unternehmens sind bereits hoch, die geplanten Verkaufszahlen können aber noch nicht realisiert werden. Von Juli bis September fiel daher ein Rekordverlust an.

So sieht der neue Tesla aus. Foto: Elon Musk

Elon Musk sieht einen Weg zur Sonne

Stolze 619 Millionen Dollar wurden in diesem Zeitraum verbrannt. Dies war selbst für die an Verluste gewöhnten Aktionäre des Unternehmens zu viel: Der Aktienkurs sank um rund fünf Prozent. Zumal der E-Auto-Pionier auch bei den anderen Modellen mit Problemen zu kämpfen hat. So sind viele Investoren bei den Modellen S und X sowohl mit den Verkaufszahlen als auch mit der Gewinnmarge unzufrieden. Zumindest läuft bei den Fahrzeugen aus dem Premiumsegment aber die Produktion bereits einwandfrei. Wann dies auch beim neuen Mittelklasse-Tesla der Fall sein wird, ist noch unklar. Musk sagte in einer Telefonkonferenz lediglich, dass er einen klaren Weg zur Sonne vor Augen habe.

Die Margen im Massenmarkt sind für Tesla ungewohnt niedrig

Allerdings hatte der Unternehmenschef bereits in der Vergangenheit immer mal wieder überzogene Erwartungen geweckt und diese dann nicht halten können. Der Tesla Model 3 ist für den Konzern von besonderer Bedeutung, weil damit unter Beweis gestellt werden soll, dass Elektroautos auch für den Massenmarkt produziert werden können. Zuvor hatte Tesla lediglich Fahrzeuge für die Oberklasse im Angebot. Gleichzeitig sind die Margen bei Mittelklasse-Wagen aber auch deutlich geringer – und die Kosten höher. Dies wiederum bedeutet: Kommt es zu Problemen bei der Produktion, laufen sehr schnell hohe Verluste auf. Eine Erfahrung, die nun auch Tesla machen muss.


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