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Automatische Notfallbremsung wird bei US-Autos zum Standard

Inzwischen gilt es als ausgemacht, dass der menschliche Autofahrer auf lange Sicht überflüssig werden wird. Denn selbstfahrende Autos sind längst kein Phantasieprodukt mehr, sondern zu Testzwecken bereits auf den Straßen unterwegs. Zuletzt zeigte sich aber: Auch diese Technik ist nicht unfehlbar – so verursachte eines der autonomen Google Autos einen Unfall mit einem Bus. Teile der für selbstfahrende Autos benötigten Technologie sind allerdings längst marktreif. Dazu gehörte auch die automatische Notfallbremsung. In den Vereinigten Staaten haben sich daher nun insgesamt zwanzig Autohersteller verpflichtet, diese Sicherheitstechnik bis zum Jahr 2022 serienmäßig in alle Modelle einzubauen. Die beteiligten Unternehmen repräsentieren dabei mehr als 99 Prozent des US-Automarktes.

Source: Gizmag

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Im Notfall leitet die Technik eine automatische Vollbremsung ein

So haben auch die deutschen Autohersteller Audi, BMW, Mercedes, Porsche und Volkswagen der Vereinbarung zugestimmt – diese gilt allerdings nur für in den USA verkaufte Wagen. Welche Technik dabei genutzt wird, bleibt den Unternehmen selbst überlassen. So können Sensoren, Kameras oder Radartechnik zum Einsatz kommen, um potentielle Hindernisse zu erkennen. Nähert sich das Auto diesen dann gefährlich nahe, wird der Fahrer zunächst gewarnt. Reagiert dieser dann allerdings nicht, übernimmt die Technik und leitet eine Notfallbremsung ein. Im Idealfall kann der Zusammenstoß dann noch verhindert werden. Zumindest aber wird die Wucht des Aufpralls verringert, was im Ernstfall Leben retten und schwerwiegende Verletzungen verhindern kann.

In drei Jahren können so 28.000 Unfälle vermieden werden

„Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl tödlicher Verkehrsunfälle hat die nun getroffene Vereinbarung das Potential, mehr Leben zu retten als beinahe jede andere Maßnahme, die wir in den nächsten sechs Jahren ergreifen könnten“, freut sich Deborah A. P. Hersman, Vorsitzende des „National Safety Council“ über die freiwillige Regelung. Ihre Organisation geht dabei davon aus, dass die Technik innerhalb von drei Jahren rund 28.000 Unfälle mit 12.000 Verletzten vermeiden helfen wird. Die Vereinbarung gilt zudem für alle Modelle der jeweiligen Hersteller. Damit wird verhindert, dass nur wohlhabende Kunden von der neuen Sicherheitstechnik profitieren – etwa indem sie sie als Extra einbauen lassen.

Via: NHTSA

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