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Autonomes Fahren: Wirklich funktionierende Lösungen sind noch Jahre weit weg

Das Thema autonomes Fahren hat im letzten Jahr viel Aufmerksamkeit bekommen. Nicht nur Tesla versucht, das Autofahren immer mehr zu automatisieren, es gibt auch andere Unternehmen, die dies teilweise schon geschafft haben. So durften wir beispielsweise in Amsterdam den neuen autonomen Bus von Daimler Probe fahren, und auch Uber arbeitet an autonomen Lösungen. Bei Toyota ist man dagegen etwas verhaltener: Gill Pratt, der Leiter von Toyotas Research Institute, mahnte kürzlich an, dass das Thema autonomes Fahren erheblich komplizierter sei als man annehme und es noch Jahre dauern werde, bis es wirklich praktikable Lösungen in dem Bereich gibt.

concept-i

Bis zum Verzicht auf den Fahrer wird es noch lange dauern

Laut Pratt sei die Forschung und Entwicklung noch nicht im Ansatz so weit, ein komplett autonomes Fahren zu ermöglichen (die Fähigkeit eines Systems, komplett ohne Eingriff eines Menschen zu fahren, wird als Level 5 bezeichnet). Im Rahmen der Vorstellung des Concept-i Konzeptwagens auf der CES in Las Vegas sprach Pratt zu dem Thema.

Historically human beings have shown zero tolerance for injury or death caused by flaws in a machine. As wonderful as AI is, AI systems are inevitably flawed… We’re not even close to Level 5. It’ll take many years and many more miles, in simulated and real world testing, to achieve the perfection required for level 5 autonomy„, erläuterte er.

Wirklich überraschend kommt diese Aussage nicht. Features zum autonomen Fahren wie etwa Teslas Autopilot sind momentan lediglich für Eingriffe in einigen Situationen vorgesehen (auch wenn sie oft anderweitig genutzt werden), erfordern aber weiterhin, dass der Fahrer den Überblick über den Verkehr und seine Umgebung behält.

Wer aber, wie etwa Uber, den menschlichen Fahrer komplett aus dem Prozess eliminieren will, der steht ganz anderen Herausforderungen gegenüber. Bis ein Technologie-Level erreicht ist, in dem den Passagieren in diesem Szenario eine geringere Gefahr droht als mit einem menschlichen Fahrer, wird noch einige Zeit vergehen.

Assistenzsysteme vs. Automatisierung

Toyotas Konzeptauto Concept-i steckt voller Technologie, die das Verhalten des Fahrers erlernt und diesen mit Hilfe einer KI namens „Yui“ dabei unterstützt, die Umgebung und den umliegenden Verkehr im Blick zu halten.

Toyotas Research Institute forscht derzeit an zwei Systemen. Da ist zum einen „Guardian“, eine Technologie, die den Fahrer in Situationen unterstützen soll, in denen schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen, und zum anderen „Chauffeur“, ein System, das mehr in Richtung autonomes Fahren geht.

Momentan arbeiten die meisten Hersteller daran, autonomes Fahren Level 4 zu erreichen. Dabei wird die Führung des Fahrzeuges komplett von einer KI übernommen, der Fahrer kann aber in bestimmten Situationen noch aufgefordert, die Kontrolle zu übernehmen. Laut Pratt wird es allerdings noch Jahrzehnte dauern, bis ein Großteil der Autos auf der Straße mit einer derartigen Technologie unterwegs ist. Momentan ist eine große Herausforderung für die Hersteller, dafür zu sorgen, dass der Fahrer den automatischen Systemen nicht zu sehr vertraut und trotzdem selber jederzeit die Situation unter Kontrolle hat, ohne abgelenkt zu sein.

via TechCrunch

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