Automobilhersteller wie Ford, wollen in Zukunft schädliches CO2 in nützliches Plastik und Schaumstoff umwandeln. Dabei ist die Rede davon, dass Autos eines Tages zu 50 Prozent aus modifiziertem Kohlenstoffdioxid bestehen. Nach einigen Jahren Forschung und Kooperationen mit Industrieunternehmen und Universitäten ist die Technologie nun so weit, dass die sogenannten CO2-Polyole in fünf Jahren in Massen produziert werden können.


Ford Co2

CO2 als wichtiger Baustein für hochwertige Polyole

Ford arbeitet weiter mit Hochtouren daran das klimaschädliche Treibhausgas in einen nützlichen Bio-Rohstoff zu verwandeln. Schon in fünf Jahren soll ein Großteil der Autoteile aus umgewandeltem Kohlenstoffdioxid gefertigt werden. Als Baustein für die hochwertigen Polyole möchte das US-Unternehmen unter anderem das von Fabriken ausgestoßene Kohlenstoffdioxid einsammeln. Aus den in der Folge hergestellten Plastik- und Schaumstoff-Komponenten sollen dann unter anderem Kopf- und Armstützen, Autositze und Türverkleidungen gefertigt werden. Ford betont auch, dass das neue Verfahren eine CO2-arme Alternative zu der herkömmlichen Produktion vom aus Petroleum hergestellten Plastik darstelle.


co2-matratze

Pro Jahr ließen sich dabei über 272 Millionen Kilogramm Petroleum einsparen. Deborah Mielewski, Senior Technical Leader of Materials Sustainability bei Ford, gab in einem Interview mit Fast Company bekannt, dass es ein langer Weg war, bis die Polyole-Produktion aus CO2 endlich reibungslos klappte. Skeptiker hielten steil dagegen und sahen keine Möglichkeit, dass dieses Verfahren jemals funktioniere.

Die Ford-Forschungen lassen wieder frischen Wind durch die Automobilbranche wehen, die aktuell, aufgrund der Abgasskandale, mit einem recht angekratztem Image auskommen muss.

Bayer fertigt Matratzen und Polstermöbel aus CO2

Polyol auf Basis von CO2 ist ein ziemlich interessantes Themenfeld, was auch andere Unternehmen anspornt die Entwicklungen weiter voranzutreiben. So auch der deutsche Chemiekonzern Bayer, dessen Tochter Covestro ein ähnliches Verfahren entwickelte. Im Rahmen des Projekts „Dream Production“ konnten immerhin Polyole hergestellt werden, die zu 20 Prozent aus CO2 bestehen. Die Basis-Stoffe sollen vorrangig bei Kunststoffprodukten wie Matratzen und Polstermöbeln Verwendung finden. Noch in diesem Jahr forciert Bayer auch am Standort Dormagen eine eigene Produktionsanlage in Betrieb zu nehmen.

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