Die internationale Raumstation ISS dient aktuell vor allem als Forschungslabor im Weltraum. Aktuell ist aber für das Jahr 2024 das Ende der multinationalen Partnerschaft geplant. Was dann mit der Raumstation passieren wird, ist noch unklar. So wird beispielsweise über eine Privatisierung nachgedacht. Es wird aber auch bereits an Konkurrenzprojekten gearbeitet. So will China in den nächsten Jahren eine eigene Raumstation dauerhaft im All etablieren. Mit dem US-Startup Axiom Space ist zudem auch ein erstes Privatunternehmen in diesem Bereich aktiv. Die Ingenieure dort arbeiten an einem neun mal fünf Meter großen Basismodul, das bereits in drei Jahren ins All geflogen werden könnte. Bisher ist aber noch unklar, welche Rakete dafür genutzt werden soll.


So soll die private Raumstation aussehen. Bild: Axiom Space

Satelliten könnten direkt im All gebaut werden

Die aktuellen Planungen sehen vor, dass das Modul dann zunächst an die ISS andockt und dort weiter ausgebaut wird. Im Jahr 2024 sollen die beiden Stationen schließlich wieder entkoppelt werden. Die Raumstation von Axiom Space ist allerdings in erster Linie nicht als reines Forschungslabor konzipiert, sondern soll auch als Fabrik und Aufenthaltsort für Weltraumtouristen dienen. So sollen bis zu zehn Tage Urlaub im All möglich sein. Außerdem wurde eine Kooperation mit dem Unternehmen „Made in Space“ etabliert. Gemeinsam sollen 3D-Drucker im All zum Einsatz gebracht werden. Auf diese Weise könnten etwa Satelliten direkt im Weltraum produziert werden – wodurch der kostspielige Transport eingespart werden könnte.

Sponsoren erhalten vielfältige Möglichkeiten der Repräsentation

Die beteiligten Manager kalkulieren aktuell mit Kosten zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Dollar. Diese sollen auch über bisher unübliche Wege wieder eingespielt werden. Neben den Weltraumurlaubern sollen etwa auch Sponsoren für Einnahmen sorgen. So ist es denkbar, einzelne Module der Station nach Firmen zu benennen. Auch auf den Raumanzügen der Astronauten können Sponsoren ihr Logo platzieren – ähnlich wie dies heute bereit bei Rennfahrern der Fall ist. Wie viel Geld auf diese Weise eingespielt werden kann, ist bisher aber noch schwer zu prognostizieren. Interessant ist dieser Ansatz aber auf jeden Fall.


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1 Kommentar

  1. Prov94

    13. Juni 2017 at 23:13

    Nicht ganz richtig, das Material muss trotzdem noch hoch geflogen werden und dann zusammengebaut werden.
    Einzig was sinn macht, sinn in relation zur Größe, größere Satelliten bau bedingt möglich, weil diese von der Erde aus nicht gestartet werden könnten.

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