Die Polizei benutzt bei ihren Verkehrskontrollen Atemanalysegeräte, die den Alkoholgehalt im Blut ziemlich genau messen können. Zwar gibt es solche Geräte auch für den Privatgebrauch. Diese sind aber nicht immer zuverlässig und werden oftmals eher als Partygag genutzt. Die US-Firma BACtrack hat nun aber eine etwas dezentere Methode zur Überwachung des Alkoholgehalts im Blut entwickelt. Ein smartes Armband misst die entsprechenden Werte auf non-invasive Weise und sendet diese dann an eine verknüpfte Smartphone-App. Dort können die Daten dann gesammelt und analysiert werden. Dies kann beispielsweise bei wissenschaftlichen Studien von Vorteil sein. Bisher waren die Forscher dabei auf die Selbstauskünfte der Probanden angewiesen – die aber nicht immer akkurat waren.


Copyright: BACtrack
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Die Ergebnisse weisen immer eine Verzögerung von rund einer Stunde auf

Gemessen wird der Blutalkoholspiegel dabei auf indirekte Weise. Denn das Armband analysiert die Menge der Ethanol-Moleküle, die über die Haut abgeben werden und berechnet daraus dann mit Hilfe eines Algorithmus den entsprechenden Promillewert. Die Daten sind dabei durchaus zuverlässig. Allerdings treten sie immer mit einer Verzögerung von rund einer Stunde auf, weil es dementsprechend lange dauert bis die Moleküle über die Haut abgegeben werden. Für die Alkoholkontrolle am Straßenrand ist das Gadget also nicht wirklich geeignet, bei wissenschaftlichen Studien kann dieser Effekt aber einfach berücksichtigt werden. Das Armband kann aber beispielsweise auch zur langfristigen Kontrolle eingesetzt werden.

Die Neuentwicklung gewann einen mit 200.000 Dollar dotierten Wettbewerb

Entwickelt wurde das Armband für einen Wettbewerb namens „The Wearable Alcohol Biosensor Challenge“. Ziel war es, ein unauffälliges Testgerät zu entwickeln, das die bisher bekannten Methoden zur Messung des Blutalkoholspiegels ergänzt. Ausgelobt wurde dabei immerhin eine Prämie von 200.000 Dollar. Unter insgesamt acht Prototypen wurde dann das smarte Armband als interessanteste Neuentwicklung ausgezeichnet. Was das neue Testgerät dabei später einmal kosten soll, ist noch nicht bekannt. Ende des Jahres soll allerdings bereits eine erste limitierte Anzahl des Produkts auf den Markt kommen.


Via: BACtrack

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