Bonner Forscher entwickeln photonisches Bose-Einstein-Kondensat
Bonner Forscher entwickeln photonisches Bose-Einstein-Kondensat

Den Physikern aus Bonn, Julian Schmitt, Frank Vewinger, Jan Klärs und Prof. Martin Weitz ist es gelungen, mittels eines Bose-Einstein-Kondensats aus Photonen eine neuartige Lichtquelle herzustellen. Mittels dieser Methode können möglicherweise neuartige, dem Laser ähnliche Lichtquellen realisiert werden die ähnlich kurzwellig, wie die im Röntgenbereich verwendeten Lichtquellen leuchten. Bisher ging man davon aus, dass es nicht machbar sei, mit Photonen ein Bose-Einstein-Kondensat zu realisieren. Die Physiker der Universität Bonn machten es jetzt jedoch möglich. Besonders für die Chipindustrie ist diese neue Lichtquelle interessant. Umso kurzwelliger eine Lichtquelle sei umso exakter könne man mit dieser bei der Herstellung von Hochleistungs-Chips für die Computerindustrie arbeiten. So kann mit dem photonischen Bose-Einstein-Kondensat ein kurzwelliges Licht erzeugt werden, das mit UV- oder Röntgenlicht vergleichbar sei. Das Verfahren könne es ermöglichen, auf einer gleich großen Siliziumfläche mehr Schaltkreise unterzubringen als bisher. Schon jetzt werden immer leistungsfähigere Chips produziert mit derer Hilfe auch Entwicklungen wie die neuen Highspeed Speicherkarten mit Übertragungsraten von bis zu 104 MB/s realisiert werden können.


Enwicklung für leistungsfähigere Chips mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten

So könnten leistungsfähigere Computer Chips hergestellt werden, die in den Abmessungen gleich bleiben. Auch eine Anwendung des Verfahrens in der Fotovoltaik oder Spektroskopie sei vorstellbar, lautet die Ansicht von Experten. Ebenso könne dieses Verfahren unter Umständen für die medizinische Bildgebung verwendet werden. Schon jetzt werden medizinische Geräte immer kompakter, wie auch das Ultraschallgerät zeigt, welches in der Kitteltasche untergebracht werden kann. Diese Anwendungsmöglichkeiten zeigen, wie wichtig eine solche Forschung für viele Menschen sein kann. Jedoch gibt es auch Studien, bei denen sich die Frage nach dem Sinn stellt oder die auf den ersten Blick witzig erscheinen. In dem Artikel über die 10 witzigsten oder interessantesten Studien haben wir diese zusammengetragen.


Die Zukunft muss zeigen wie dieses Verfahren genutzt wird

Vielleicht erwartet uns aufgrund dieser Entwicklung bald das Smartphone der Zukunft, das einen kompletten Computer ersetzen kann. Schon jetzt zeigen Konzept-Handys, wie beispielsweise das Seabird Handy, wie diese Geräte sich entwickeln könnten. So bleibt zunächst einmal nur abzuwarten, wie sich das Verfahren weiter entwickeln wird und welche Neuerungen uns aufgrund des photonischen Bose-Einstein-Kondensats erwarten.

Quelle & Bild: popsci

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