Als Tesla damit begonnen hat, ein eigenes Netzwerk an Ladestationen aufzubauen, geschah dies vor allem entlang viel befahrener Highways. Die Idee dahinter ist klar: Durch die Möglichkeit, unterwegs das Auto aufzuladen, sollte die Reichweite der Elektroautos quasi unbegrenzt erweitert werden. Inzwischen hat der Autobauer aber festgestellt, dass die Kunden noch einen weiteren Wunsch haben: Sie wollen ihr Auto laden können, während sie gerade sowieso parken. Zuhause ist dies an der eigenen Ladestation möglich. Für die Innenstädte wiederum hat Tesla vor einiger Zeit einen eigenen Supercharger entwickelt. Dieser wird an Supermärkten, Einkaufszentren und zentralen Parkplätzen installiert und sorgt so dafür, dass die Batterie nach dem Shoppingtrip deutlich voller ist als vorher.


Die vielen unterschiedlichen Stecker sollen dafür sorgen, dass jedes E-Auto geladen werden kann. Foto: Kaufland

Kaufland setzt auf das Label „Grüner Strom“ für Erneuerbare Energien

Von diesem Grundgedankten hat sich nun auch die deutsche Supermarktkette Kaufland leiten lassen. Denn das Unternehmen will an hundert Filialen in ganz Deutschland Schnellladestationen für Elektroautos installieren. Diese sind mit allen gängigen Steckern ausgestattet und sollen das Fahrzeug innerhalb von vierzig Minuten zu achtzig Prozent aufladen. Der Strom selbst ist währenddessen für den Kunden vollkommen kostenlos und wurde außerdem auf nachhaltige Art und Weise gewonnen. So hat Kaufland bekannt gegeben, beim Einkauf des Stroms auf das Label „Grüner Strom“ zu setzen. Dieses wird von den Umweltverbänden vergeben und stellt sicher, dass nur Erneuerbare Energien genutzt werden und die Unternehmen auch in den Bau neuer Anlagen investieren.

Aldi Süd war die erste Supermarktkette in Deutschland mit Ladestationen

Ganz alleine muss Kaufland den Bau der Ladestationen, die immer von zwei Kunden gleichzeitig genutzt werden können, allerdings nicht finanzieren. Vielmehr hat das Bundesverkehrsministerium eine Förderrichtlinie namens „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ im Programm. Im Rahmen dieser Vorgaben übernimmt die öffentliche Hand bis zu vierzig Prozent der Kosten. Kaufland ist zudem nicht der erste Supermarkt in Deutschland, der mit öffentlichen Ladestationen zusätzliche Kunden gewinnen möchte. Pionier in diesem Bereich war Aldi Süd bereits im Jahr 2015. Inzwischen hat unter anderem auch Lidl nachgezogen. Experten gehen davon aus, dass ausreichend öffentliche Ladestationen eine Grundvoraussetzung sind, um mehr Menschen vom Kauf eines Elektroautos zu überzeugen. Noch immer geben nämlich viele potentielle Kunden die mangelnde Reichweite als Grund an, weshalb sie weiterhin auf ein Auto mit Verbrennungsmotor setzen.

Via: Kaufland


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