Dass Roboter bei einer Operation zum Einsatz kommen, ist schon seit einigen Jahren alles andere als unüblich. Oftmals arbeitet der Chrirug dabei gar nicht mehr selbst mit dem Skalpell, sondern sitzt vor einem Bildschirm und steuert die Technik. Im Idealfall können auf diese Weise größere Narben vermieden und eine schnellere Erholung erreicht werden. Allerdings: Wo und wie geschnitten wird, entscheidet dabei noch immer stets ein menschlicher Chirurg. Forscher am „The Children’s National Medical Center“ in Washington wollen dies aber nun ändern: Sie haben einen Roboter namens STAR entwickelt, der Operationen eigenständig und ohne menschliche Korrekturen durchführen können soll.


Via: Popsci Copyright: Axel Krieger / Sheikh Zayed Institute for Pediatric Surgical Innovation
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Die Arbeit des Roboters war präziser als bei einem menschlichen Chirurgen

Die Diagnose und Planung muss allerdings auch weiterhin ein echter Arzt durchführen. Ist der Roboter aber einmal programmiert, führt er seine Bewegungen vollständig autonom aus. Getestet wurde die Technik dabei allerdings noch nicht am Menschen, sondern an lebenden Schweinen. Die Aufgabe der Operation war es dabei, zwei Teile des Darms mit einander zu verbinden. Um die Arbeit des STAR-Roboters vergleich zu können, wurde die gleiche Operation zudem auch klassisch von einem Chirurgen mit Skalpell und von einem Arzt mit Hilfsroboter durchgeführt. Das Ergebnis: Im Schnitt war die Arbeit des autonomen Roboters die präziseste – was im Idealfall zu weniger Schmerzen und Nebenwirkungen führen könnte.

Bei Komplikationen muss auch weiterhin der Mensch ran

Allerdings war der Roboter auch noch nicht ganz fehlerfrei. Denn nur in sechzig Prozent der Fälle verliefen die Operationen tatsächlich komplett ohne menschliche Eingriffe. Bei den restlichen Versuchen mussten die Wissenschaftler zwischendurch kleinere Anpassungen vornehmen. Die Forscher gehen aber davon aus, dass der STAR-Roboter langfristig sämtliche Operationen alleine übernehmen könnte. Wann die Maschine allerdings erstmals auch an echten Menschen getestet wird, bleibt abzuwarten. Ohnehin gilt: Auch zukünftig wird man auf die Anwesenheit eines Chirurgen nicht verzichten können. Denn für Komplikationen ist der Roboter-Arzt natürlich nicht gerüstet – da muss der Patient auch weiterhin auf die Nervenstärke und Ausbildung des menschlichen Chirurgen vertrauen.


Via: Popsci

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