Die erste Linienverbindung, die ausschließlich von Elektrobussen bedient wird, ist in Berlin eingerichtet worden. Zwischen den Bahnhöfen Südkreuz und Zoologischer Garten pendeln seit wenigen Tagen vier Fahrzeuge. An den Endhaltestellen parken sie für einige Minuten in einem markierten Bereich. Dort werden die Batterien kabellos aufgeladen. Der Strom wird von einer Spule, die sich unterhalb der Straßenoberfläche befindet, auf eine Spule an der Unterseite der Busse übertragen.


Berlin Elektrobus
Berliner Elektrobus; Bild: Oliver Lang

Elektrobusse prägen vermehrt das Stadtbild

Solaris, ein polnischer Hersteller, lieferte die Fahrzeuge, Vossloh Kiepe den Elektro-Antrieb und Bombardier Batterie und Ladetechnik. 4,1 Millionen Euro haben Fahrzeuge und Infrastruktur gekostet. Der Motor hat eine Leistung von 160 Kilowatt. Das reicht für eine Spitzengeschwindigkeit von 65 Kilometern pro Stunde – mehr ist auf der Strecke ohnehin nicht erlaubt. Sie Innengeräusche sind deutlich geringer als in einem Dieselbus. Fußgänger und Radfahrer hören lediglich dezente Rollgeräusche. Unaufmerksame Passanten kann der Fahrer per Zuruf warnen. Auf dem Dach der Busse befinden sich Lautsprecher. Batterien, Antrieb und Steuerung befinden sich ebenfalls auf dem Dach oder im Unterboden der Fahrzeuge, sodass der komplette Innenraum für Fahrgäste reserviert ist.

Von Außen ist der Elektrobus nicht als solcher zu erkennen, es sei denn, man interpretiert die Aufschrift richtig: „Hab` mein Wagen voll geladen“ steht an den Seiten. Tatsächlich reicht eine Batterieladung locker für die Fahrtstrecke von gut sechs Kilometern. Beim kurzen Nachladen fließt genügend Strom für die Rückfahrt in die Batterien. Würden auf der Route Dieselbusse eingesetzt würden 260 Tonnen Kohlendioxid emittiert, dazu noch Feinstaub und andere Schadstoffe. Das fällt bei den Elektrobussen weg, vorausgesetzt, sie tanken ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne. Auf der Website informiert der BVG über den Einsatz der vier neuen Elektrobusse im Linienverkehr.


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