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Nachdem die Privatsphäre durch Vorratsdatenspeicherung und Aufhebung des Bankgeheimnisses eh schon aufgeweicht wurde, werden nun auch die Bewegungsdaten von Handynutzern aufgezeichnet und interessierten Kunden zum Verkauf angeboten. Der österreichische Mobilfunkanbieter A1 (ehem. Staatsbetrieb) hat diesen Service vor Kurzem vorgestellt. Insgesamt stehen nun die Bewegungsdaten von ca. 4 Millionen Handynutzern in Österreich zum Verkauf. Eine der ersten Services welche mit diesem Dienst umgesetzt wurden ist eine Stauwarnung. Wenn viele A1 Nutzer sich in einem Gebiet befinden und sich langsam fortbewegen, dann wird dies auf der Karte als Stau angezeigt.

Stauwarnung für Wien von A1
Noch ist nicht klar, ob die Daten auch geclustert zu kaufen sind – sonst könnte man z.B. alle Handybenutzer heraus filtern, die regelmäßig an bestimmte Orte fahren, an Demonstrationen teilgenommen haben, etc. Auf jeden Fall ein wunderbares Instrument für die Geheimdienste dieser Welt – die sich vermutlich nicht um die Privatsphäre der Handynutzer kümmern werden. In diesem Sinne – Auf Wiedersehen Anonymität!
(via)
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Trends Tags: a1, bankgeheimnis, Geheimdienst, handy, mobilfunkanbieter, privatsphäre, vorratsdatenspeicherung
Autor: trendsderzukunft


Dezember 22nd, 2009 at 10:55
Ich sehe im Traffic Monitor kein Problem sondern ein wunderbares Instrument für alle Autofahrer und für die Umwelt, denn im Stau stehen wenn ich weiss das es woanders schneller gehen könntemacht keinen Sinn.
Wenn man das weiterspielt dürften dann im Prinzip auch keine Grippe Warnungen herausgegeben werden weil damit die “medizinischen Daten” von Patienten “verkauft” werden.
Dezember 22nd, 2009 at 11:26
Die Nutzung zur Stau-Vorhersage ist auch die Alibi-Funktion. Ich kann es aber auch dazu benützen um festzustellen welche Leute du triffst, auf welchen Demos du warst, wo du einkaufen gehst, ob du regelmäßig ins Ausland fährst, etc. Das klingt für mich schon ein bisschen nach Stasi-Methoden…
Dezember 22nd, 2009 at 17:00
Sicher kannst du das. Aber diese Daten werden ja nicht verkauft. Wenn man Logdaten ansieht kann man immer alles nachvollziehen. Dein Internet Provider weiss auch auf welchen Seiten du rumsurfst, das ist ein Produkt der Anwendungen die man nutzt.
Das Datenschutzgesetzt ist dazu da solche personalisierte Daten zu schützen und das macht es auch. Alle Anwendungen wie z.B Staumeldungen arbeiten mit nicht personalisierten Daten und sind daher für das DSG unrelevant.
Das der Staat aber mit Vorratsdatenspeicherung immer mehr Einblick in solche Daten haben möchte ist abzulehnen. Das Bankgeheimnis ist wieder ganz ein anderer Fall…
Dezember 23rd, 2009 at 12:24
Die Frage ist halt, ob sich unsere oder fremde Geheimdienste auch so strikt daran halten …
Dezember 27th, 2009 at 17:25
Wenn der Stau-Vorhersage nur das Alibi-Argument wäre und die Daten zur Überwachung genutzt werden würden, würde das wohl nicht an die große Glocke gehängt werden – und die Mobilkom würde sich wohl nicht für diese Pressemeldung hergeben. Alle Vorsicht in Ehren – aber das ist wohl doch etwas weit hergeholt!