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Bierproduktion: Klimawandel gefährdet den Anbau von Hopfen

Die Vereinigten Staaten und Deutschland sind für rund ein Drittel der weltweiten Hopfenproduktion verantwortlich. Brauereien in aller Welt sind auf die Pflanzen als elementare Zutat angewiesen. Doch der Klimawandel sorgt in den Anbaugebieten für ungünstige Bedingungen. Die Sommer werden heißer, die Schneeschmelze fällt geringer aus und es regnet nicht mehr zur gewohnten Zeit. Die Hopfenbauern in den Vereinigten Staaten konnten diese Problematik in diesem Jahr umgehen, indem sie Grundwasser zur Bewässerung der Pflanzen einsetzen. Für einen Sommer ist dies kein Problem, problematisch wird es allerdings, wenn dies zum Dauerzustand wird. Denn wie die Dürre in Kalifornien gezeigt hat, gehen auch diese natürlichen Wasservorräte irgendwann zu Ende.

Marti at the German language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

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Regen statt Schnee wird im Frühjahr zum Problem

Das Problem: Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Sommer 2015 kein singuläres Phänomen war, sondern ein Ausblick auf die Zukunft. Guillaume Mauger, Klimaforscher an der University of Washington, hat beispielsweise errechnet, dass sich die Bedingungen auch in den nächsten Jahren wiederholen werden. Die Menge des Niederschlags bleibt dabei sogar weitgehend gleich, allerdings kommt das Wasser im Winter vermehrt in Form von Regen und nicht als Schnee. Dies wiederum wird zum Problem, weil dann im Frühjahr die Schneeschmelze weniger Wasser mit sich bringt. Die Hopfenbauern sind dann auf ihre Brunnen und das endliche Reservoir an Grundwasser angewiesen.

Kalifornische Brauereien müssen ebenfalls bereits auf Grundwasser zurückgreifen

In Deutschland sorgte dies im vergangenen Jahr bereits für einen Rückgang der Hopfenproduktion um 26 Prozent. Maßgeblich verantwortlich dafür war der ungewöhnlich heiße Sommer, der zukünftig zur Regel werden soll. Die US-Bundesstaaten Washington, Oregon und Idaho, die für rund 71 Prozent der US-Produktion an Hopfen sorgen, konnten ihre Produktionsmengen hingegen konstant halten. Zukünftig allerdings dürften auch die US-Bauern von den Folgen des Klimwawandels nicht unberührt bleiben. Wassermangel ist für Brauereien aber nicht nur ein Problem, weil der Nachschub an Hopfen zu versiegen droht. Bier besteht auch sonst zu 90 bis 95 Prozent aus Wasser. Kalifornische Brauereien mussten auch dafür bereits auf Grundwasser zurückgreifen.

Via: Digitaljournal

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