In der Theorie ist die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens eine runde Sache. In einem solchen System hätten alle Bürger eines Staates das Recht auf eine bestimmte Geldsumme, die sie jeden Monat bedingungslos erhalten. Ein solches System kann die Produktivität ankurbeln, sich positiv auf die Gesundheit auswirken, die Kriminalitätsrate senken, den Bildungsstand der Bürger verbessern und gegen Armut wirken. In einer Zeit, in der die fortschreitende Automatisierung immer mehr Jobs gefährdet, ist es wichtiger denn je, über solche Konzepte nachzudenken. Das bedingungslose Grundeinkommen wird in mehreren Projekten getestet und allgemein stark diskutiert. Zu den Befürwortern gehören unter anderem prominenten Stimmen wie Teslas CEO Elon Musk. Bill Gates, einst der reichste Mann der Welt, glaubt dagegen, dass die Welt für ein System wie das bedingungslose Grundeinkommen noch nicht bereit ist.


Foto: Bill Gates – OnInnovation.com Interview, Flickr, OnInnovation, CC BY-SA 2.0

Das bedingungslose Grundeinkommen auf dem Prüfstand

Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) wird derzeit von mehreren Nationen untersucht und auch in der Praxis getestet. Zu den Pionieren gehört Finnland, wo momentan 2000 Menschen zu Testzwecken ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 560 Euro ausgezahlt bekommen. In Kanada wird die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens bereits auf politischer Ebene diskutiert, und auch in Indien gibt es Überlegungen in diese Richtung.

Dennoch gibt es noch viele Fragen rund um das bedingungslose Grundeinkommen. Wie hoch sollte es sein? Sollte es doch auf bestimmte Bevölkerungsgruppen beschränkt werde. Wie beeinflusst die Höhe des Grundeinkommens die Effizienz der Maßnahme? Würde ein bedingungsloses Grundeinkommen den Menschen die Motivation zum Arbeiten nehmen? Wie soll das Konzept finanziert werden? Auf viele dieser Fragen gibt es bisher nur theoretische Antworten. Kürzlich schaltete sich der ehemalige Microsoft-CEO Bill Gates in die Debatte ein.


Bill Gates zum bedingungslosen Grundeinkommen

Bill Gates teilt die Ansicht vieler Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens nicht, dass diesbezüglich unbedingt und schnell Handlungsbedarf besteht. Auch der Co-Vorsitzende der Gates Foundation ist nicht generell gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen, glaubt aber, dass die Gesellschaft weltweit noch nicht für das Konzept bereit ist.

Die Bedenken des Milliardärs beziehen sich dabei unter anderem auch auf die Finanzierung. „Over time, countries will be rich enough to do this. However, we still have a lot of work that should be done — helping older people, helping kids with special needs, having more adults helping in education„, so Gates kürzlich während eines AMA auf Reddit.

Gates glaubt, dass neue Technologien nicht einfach nur Jobs gefährden, sondern vor allem auch enormes Potential beinhalten. Seiner Ansicht nach sollten neu verfügbare finanzielle Mittel aber erst einmal in die Unterstützung der sozial Schwachen fließen, bevor über ein bedingungsloses Grundeinkommen nachgedacht wird.

Even the U.S. isn’t rich enough to allow people not to work. Someday we will be, but until then, things like the Earned Income Tax Credit will help increase the demand for labor„, so Gates weiter.

Ob der Microsoft-Begründer Recht behält, wird deutlich leichter zu beantworten sein, wenn weitere Studien zum BGE durchgeführt wurden.

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4 Kommentare

  1. Blackcrack

    1. März 2017 at 16:21

    Hi,

    Bill Gates iss nich unser Gott,
    im Gegenteil, er hat von vielen Provitiert, ich sag nur das prominenteste Beispiel,
    Dos, klar, er hat es erkant und war da jung, nur daß die Situation zur funtion
    zu der Zeit passte und er nur ein rießen glück hatte..
    Die Letzten Jahre ist er nur mit dem Strom geschwommen und ist ein reiner Komerz Mensch
    und möchte Menschen so hlten wie sie sind, daß sie nach seiner Ansicht so funtionieren wie es ist,
    darum wird es nie an der zeit sein, daß Menschen frei entscheiden können sondern immerwährend
    unter der knute sein müssen.. dass es funtioniert, deshalb sprech ich Bill Gates, dem Lobbiisten
    solche eine aussage vollkommen ab. Im gegenteil wir sollten schon viel früher als zu spät ein Grundeinkommen haben, die was verfetten und sich alkoholisieren , werden dann recht früh aussortiert, die anderen, was auf correcktheit undgegenseitige führsorge und aufbau achten, die kommen dann durch.. die anderen verrecken elendig(sorry f. d. harten Worte aber trifft es nicht zu ?).. Was will man machen, so ist die Natur.. und ist auch gut so.

    Also ein bedingungsloses Grundeinkommen.. sollte lieber gestern kommen als in den nächsten 100 Jahren….irgend wann..

    viele Grüße
    Blacky

  2. Salomon

    1. März 2017 at 17:42

    @Blackcrack
    Wenn du dich schon zum Thema äußerst, dann mach es doch bitte in kohärenten und allgemein korrekten Sätzen. Ein Grundeinkommen macht auch erst in den nächsten paar Jahren Sinn, zu einem Zeitpunkt wo bereits die Mehrheit der heutigen Arbeitskräfte durch A.I. und etc. automatisiert wurden.
    Ein globales Grundeinkommen würde nur den technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt behindern, da dies nur durch eine ungemeine und weltweite Steuererhöhung finanzierbar wäre.

  3. Klaus-Jürgen Gaudig

    2. März 2017 at 05:56

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen mag für Empfänger in einer begrenzten Region ja noch ein Vorteil sein .
    National , europaweit , weltweit bedeutet das keine Besserung der Lebensqualität , weil höhere Preise und Kosten das bedingungslose Grundeinkommen wieder auffressen werden . Es wird sich auswirken wie eine Inflation .
    Die Faulen und Arbeitsscheuen werden doch schon heute vom Staat subventioniert
    Die Fleissigen und Arbeitswilligen werden weiterhin nach mehr Wohlstand und Lebensqualität streben .
    Der Staat wird einige bisherige soziale Leisungen streichen und Wohlhabende und Reiche mit höheren Steuern beglücken müssen .
    Solange der Empfänger des bedingungslosen Grundeinkommens individuell damit umgehen darf , wird sich nicht viel ändern und wenn er das nicht darf , bedeutet das einen erheblichen Eingriff in die persönliche Freiheit und Lebensgestaltung .
    Also alles Q u a t s c h !

  4. Pizzi/Mark aus Essen

    2. März 2017 at 15:32

    Klaus-Jürgen, ich war mehr als 10 Jahre Arbeitslos und hab alles am eigenem Leib erlebt,
    seit Florida-Klaus oder wie der hies und die Umstellung durch Peter Harz, Politiker und Konsorten,
    sind alle Arbeitslosen an einer ganz kurzen Leine und müssen jeden Monat mindestens 4-5
    bewerbungen abliefern.. ich war so lange Arbeitslos, weil ich einfach keinen Job bekam aber nicht weil ich ihn nicht wollte..Auch eine ordendliche Umschulung war nicht drin, wegen nicht kompitente Arbeitskräfte beim Jobcenter. Nun hab ich eine Schulung bekommen um in Nürmberg bei der IHK die GewO 34a zu machen und noch weitere Zertificatew um solche Leute wie Dich zu schützen.. und ich verdiehne gerne mein Geld damit ich mir 1. was leisten kann und zweitens unter die Leute zu kommen da ich bei dem Harz4 geld mir mit 350/60 ohne Mietzuschuss, zumindest das Essen und Strom zahlen konnte und nicht mehr, sicher, manche essen ein wenig weniger, kaufen dann aber kippen…. Aber eins kann ich dir sagen, hätte ich 1000,- euro zu verfügung gehabt, hätte ich wenigstens mal mich erholen können, und hin und wieder was machen können, aber bei den Sozialleistungen, bist du ARM .. und das nicht nur drann. Sondern das geht auch an die Gesundheit.
    Du gehst nicht raus, weil Du sparen musst, futterst, kannst die energie nicht abbauen.., wirst fett und krank.. und bekommst u.U. noch Wasser in die Füsse, weil du dir zumindest die große Welt hinter dem Computer anschausst.. und von anderen Krankheiten möcht ich schon garnicht reden..
    Jetzt hab ich zwar Bewegung und auch Gelt, bin aber der Sklave von meinem Arbeitgeber mit dauernden über 200 Stunden in monat, weinachten war’s auch schonmal 280 Stunden.
    So, also, was soll der geitz..
    Lasst uns doch die Abkassieren, die eh jedentag was haben, wenn sie schon Grundeinkommen bekommen, denen dann die kohle aus der Tasche ziehen.. Aber drann denken, daß Die dann noch was drauf verdiehnen können, iss irrellewand, ich denk, Du solltest dich mal ein bisschen orientieren und selber mal Langzeitarbeitsloser werden, dann, können wir weiter reden..

    Danke für das Gespräch.

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