Im November letzten Jahres haben wir bereits darüber berichtet, dass Kakerlaken in Zukunft als eine Art Biobots in der Lage sind bei Unglücken verschüttete Menschen ausfindig zu machen und die Bergung zu beschleunigen. Um entsprechend erfolgreich zu sein, müssen die Tiere jedoch manipuliert werden. Die Fernsteuerung von Kakerlaken funktionierte bisher über die Antennen. Forscher der A&M University haben die Technologie jedoch verfeinert und geben die Impulse nicht mehr über die Antennen der Tiere weiter, sondern per Stimulation des zentralen Nervensystem.


Kakerlaken
Forscher steuern Kakerlaken über die Antennen. Neues Verfahren zapft jedoch das Pro-Ganglion an

Cyberkakerlaken sollen bei Verschüttungen helfen

Über einen batteriebetriebenen Mikrocontroller auf dem Rücken der Kakerlaken konnten man die Tiere bisher über ihre Antennen steuern. Wie das Ganze aussieht, zeigt das Bild. Die Controller sind im Handel erhältlich und können recht schnell im Rahmen einer Do-it-yourself-Bastellstunde fixiert werden. Durch die elektrische Stimulation der Antennen bekamen die Tiere das Gefühl vermittelt, dass sich vor ihnen ein Hindernis befindet. Die Tiere bremsten ab und schlugen eine neue Richtung ein. Oftmals hat man dann einige Stimulations-Impulse freisetzen müssen um die Tiere in die richtige Richtung zu lenken. Dur die Abgabe der Impulse an das Nervensystem, kann die Fernsteuerung jedoch gezielter erfolgen. Werden beide Seiten des Nervensystems stimuliert, beginnen die Tiere zu laufen. Die Stimulation einer Seite bewirkt zudem, dass die Tiere in eine Richtung abbiegen. Die neue Technologie nennen die Forscher „ferngesteuertes hybrides Robotersystem“.

Quelle: New Scientist


Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.