Die bisher genutzten Weltraumfähren waren eher funktional als luxuriös ausgestattet. Allerdings dienten sie ja auch vor allem dazu, Astronauten in das Weltall zu befördern und waren nicht für entspannte Freizeitausflüge gedacht. Dies ändert sich nun allerdings mit der von Blue Origin entwickelten Rakete New Shepard – benannt nach dem ersten US-Astronauten im Weltall Alan Shepard. Mit diesem Raumschiff sollen zukünftig zahlende Touristen an den Rande des Weltraums geflogen werden und dort das Gefühl der Schwerelosigkeit genießen können. Wie die New Shepard von außen aussieht ist bereits seit längerem bekannt, nicht zuletzt durch die fünf erfolgreichen Probeflüge. Nun hat das Unternehmen erstmals Bilder der Inneneinrichtung veröffentlicht.


Foto: Blue Origin

Das Raumschiff kehrt zurück und kann erneut für Touristenflüge verwendet werden

Die Marketingformulierungen erinnerten dabei teilweise ein wenig an die Kreuzfahrtbranche. So schrieb Unternehmenschef Jeff Bezos: „Jeder Sitz ist ein Fensterplatz. An den größten Fenstern aller Zeiten im Weltall!“ Tatsächlich werden die Fenster mehr als einen Meter hoch sein und sollen so jederzeit einen fantastischen Ausblick bieten. Auch der Rest der Ausstattung kann sich durchaus sehen lassen. So werden die Passagiere auf bequemen Ledersesseln Platz nehmen und genießen eine überraschend große Beinfreiheit. Die Innenausstattung kann auch deshalb so hochwertig gestaltet werden, weil die Rakete nach dem Flug zur Erde zurückkehrt und dann erneut verwendet wird. Dies wurde vor rund anderthalb Jahren erstmals erfolgreich getestet.

Foto: Blue Origin

Parallel wird ein System für Warenlieferungen zum Mond entwickelt

Aktuell plant Blue Origin im Jahr 2018 die ersten Touristen ins Weltall zu fliegen. Über die Preise für einen solchen Flug ist bisher nichts bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass diese nicht ganz billig werden dürften. Langfristig hat Blue-Origin-Chef und Amazon-Gründer Jeff Bezos ohnehin viel größere Pläne. So arbeiten seine Entwickler auch an einem Landesystem für den Mond. Damit sollen bis zu 4.500 Kilogramm an Waren auf den Erdtrabanten gebracht werden können – und beispielsweise eine Mondstation versorgen. Außerdem geht Bezos eigenen Angaben zufolge davon aus, dass die Menschheit langfristig auch Industriefabriken in den Weltraum auslagern wird.


Via: The Verge

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