Home » Umwelt » Bolivien und Peru investieren 500 Millionen Dollar in die Reinigung des Titicacasees

Bolivien und Peru investieren 500 Millionen Dollar in die Reinigung des Titicacasees

Regelmäßig berichten wir über neue Ansätze zur Reinigung der Weltmeere. So beispielsweise das Ocean Clean Up Projekt des Niederländers Boyan Slat. Die zunehmende Verschmutzung betrifft aber nicht nur die Ozeane, sondern natürlich auch Binnengewässer. Besonders deutlich wird dies beim Titicacasee in den südamerikanischen Anden. Dieser liegt auf der Grenze zwischen Bolivien und Peru auf einer Höhe von 3.800 Metern und gilt als höchster schiffbarer See der Welt. Aus ökologischer Sicht droht dort allerdings eine Katastrophe. Denn jahrelang musste der See den Klärschlamm der umliegenden Städte aufnehmen. Hinzu kamen die ungefilterten Abwässer zahlreicher Minen. Immerhin haben sich die beiden Anrainerstaaten nun auf ein 500 Millionen Dollar schweres Programm zur Reinigung des Sees geeinigt.

By Anthony Lacoste (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

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Kooperation soll faire Lastenteilung sicherstellen

Durch die Zusammenarbeit soll sichergestellt werden, dass beide Staaten sich gleichmäßig an den Kosten beteiligen und kein Land einseitig von Maßnahmen des anderen Landes begünstigt wird. Profitieren sollen dann vor allem die rund um den See lebenden Tiere. Dort haben sich einige sehr seltene Vögel, Frösche und Fische angesiedelt, die durch die zunehmende Verschmutzung aber in ihrer Existenz gefährdet sind. Die vom peruanischen Umweltminister Manuel Pulgar und seiner Amtskollegin Alexandra Moreira unterzeichnete Vereinbarung sieht deshalb kurzfristige Investitionen von 117 Millionen Dollar vor. Bis zum Jahr 2025 sollen dann weitere 400 Millionen Dollar in die Reinigung des Sees investiert werden.

Erste Kläranlagen befinden sich bereits im Bau

Nach Angaben der beiden Regierungsvertreter wurden zudem bereits erste Schritte unternommen, um das Problem in Angriff zu nehmen. So wurden bereits Kläranlagen in Betrieb genommen, die verhindern sollen, dass weiterhin Schmutzwasser in den See fließt. Wie groß das Problem dabei ist, zeigt die Tatsache, dass bisher sogar Abwässer der Großstadt El Alto mit mehr als 800.000 Einwohnern ungefiltert in den Titicacasee fließen. Ist der Zufluss dann soweit reguliert, dass nicht immer neues Schmutzwasser hinzukommt, wird die Reinigung des Sees selbst beginnen. In zehn Jahren soll aus dem völlig verdreckten See dann ein Vorzeigeprojekt für zwischenstaatliche Zusammenarbeit in Umweltfragen geworden sein.

Via: Digitaljournal

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