Essen, das reich an Aminosäuren, Mineralstoffen und Kollagenen ist, sollte sich in der heutigen Zeit eigentlich großer Beliebtheit erfreuen. Immerhin achten immer mehr Menschen auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Doch die klassische Brühe hat in den letzten Jahrzehnten in Deutschland stark an Popularität verloren. Dies dürfte vor allem mit der vergleichsweise komplizierten Herstellung zusammenhängen: Denn um eine frische Brühe zu erhalten, müssen die Knochen der Tiere ausgekocht werden – was heute längst nicht mehr jeder beherrscht.


Das Startup Bone Brox hat es sich nun allerdings zum Ziel gesetzt, der Brühe zu einem Comeback zu verhelfen. Sie verkaufen daher schon fertig zubereitete Brühe im Glas – entweder von Weiderindern oder von Freilandhühnern.

Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Nachhaltigkeit und Qualität steht im Vordergrund

Als besonderes Merkmal setzen die Gründer Kaspar Knops und Jin-Woo Bae auf Nachhaltigkeit und Qualität. Alle verarbeiteten Produkte sind daher mit einem Bio-Siegel versehen. Bei der Herstellung werden die Knochen achtzehn Stunden lang gemeinsam mit passenden Kräutern und Gemüse gekocht. Anschließend kann die Brühe von Bone Brox entweder als Basis für verschiedene Gerichte genutzt oder direkt getrunken werden. Die beiden Gründer aus Berlin sprechen ihrer Brühe in jedem Fall eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem zu. Allerdings handelt es sich keineswegs um klassische Medizin: Denn neben der positiven Wirkung schmecken die Brühen von Bone Brox auch noch verdammt gut – sind aber auch nicht wirklich preiswert.

Das Brühe-Startup wird mit 3,5 Millionen Euro bewertet

Nun will das noch junge Unternehmen in „Die Höhle der Löwen“ nach einem Investor suchen. Die dabei aufgerufenen Zahlen, dürften die Löwen aber erst einmal in Erstaunen versetzen. Denn für 350.000 Euro werden zehn Prozent der Unternehmensanteile angeboten. Daraus ergibt sich eine Gesamtbewertung von immerhin 3,5 Millionen Euro – was vergleichsweise viel ist für ein Startup auf dem umkämpften Markt für Nahrungsmittel. Es wird daher spannend sein, zu beobachten, wie die beiden Gründer von Bone Brox in der Höhle der Löwen diese hohe Bewertung begründen können. Sind die Verkaufszahlen der leckeren und kräftigen Brühen tatsächlich bereits so gut?


Frank Thelen hat bereits ein beeindruckendes Portfolio im Food-Bereich

Grundsätzlich sind die Löwen gegenüber Investments im Nahrungsmittelbereich nicht abgeneigt. Frank Thelen beispielsweise hat bisher bereits in Little Lunch, Lizza und Fit Taste investiert. Genau dies könnte aber für Bone Brox zum Problem werden. Denn Thelen versucht in der Regel zu vermeiden, in Unternehmen zu investieren, die untereinander in Konkurrenz stehen. Aber auch Judith Williams hat in „Die Höhle der Löwen“ bereits erfolgreich in Startups aus der Foodbranche investiert – und könnte daher auch an Bone Brox Interesse haben. Durchaus denkbar ist allerdings, dass die Löwen vor einem möglichen Investment zunächst noch versuchen werden, die Unternehmensbewertung zu korrigieren.

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