Unter Luftfahrt-Enthusiasten galt die Concorde als „Königin der Lüfte“. Für die Strecke von Paris nach New York benötigte sie lediglich dreieinhalb Stunden – und war damit etwa doppelt so schnell wie ein normales Flugzeug. Doch die Schnelligkeit hatte ihren Preis: Hin- und Rückflug kosteten rund 12.000 Dollar. Dennoch gelang es den Fluggesellschaften nie das Überschallflugzeug rentabel zu betreiben und im Jahr 2003 wurden die Flüge endgültig eingestellt. Seitdem kommen Überschallflugzeuge nur noch im militärischen Bereich zum Einsatz. Doch das könnte sich bald wieder ändern. Denn das US-Startup Boom verspricht ein Überschallflugzeug zu entwickeln, dass nicht nur schneller ist als die Concorde, sondern auch günstiger.


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Neue Technologien garantieren einen effizienteren Betrieb

Den Angaben des Unternehmens zufolge soll es dann möglich sein, von Europa aus für rund 5.000 Dollar nach New York und wieder zurückzufliegen – was in etwa den Preisen der Business Class bei normalen Flügen entspricht. Möglich werden soll dies durch den technologischen Fortschritt. So sind heute deutlich leichtere Materialien verfügbar, die Triebwerke arbeiten effizienter und Computerprogramme können wichtige Entwicklungsschritte übernehmen. Bisher allerdings existieren die Pläne des Unternehmens lediglich auf dem Papier. Bis Ende nächsten Jahres soll dabei ein erster Prototyp entstehen. Die finale Version soll schließlich auf einer Höhe von bis zu 18.000 Metern eine Geschwindigkeit von Mach 2.2 erreichen.

Auch die NASA und Airbus denken über neue Überschallflieger nach

Pro Flug sollen dann vierzig Passagiere in dem Überschallflieger Platz finden. Dies wäre eine deutliche Verringerung gegenüber der Concorde, die bis zu einhundert Personen Platz bot. Problematisch waren bei der Concorde aus Sicht der Fluglinien allerdings vor allem zwei Dinge: Viele Passagiere klagten über die enorme Lautstärke und unangenehme Schwingungen während des Flugs. Zudem war die Reichweite des Überschallfliegers mit rund 6.000 Kilometern vergleichsweise begrenzt. Bisher ist nicht bekannt, ob und wie Boom diese beiden Probleme angehen und lösen wird. Das Unternehmen hat zudem bereits namhafte Konkurrenz auf dem Markt für Überschallflieger: Auch die NASA und Airbus haben bereits ähnliche Konzepte entwickeln lassen.


Via: Boom

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