Bundesverkehrsminister: „Roboterautos sind nichts für Betrunkene“

Alexander Dobrindt (CSU), seines Zeichens Bundesverkehrsminister, hat Bier und Weinliebhaber durch die aktuelle Ankündigung zeitnaher Rahmenbedingungen für die Nutzung autonom fahrender Autos einen Strich durch die Gleichung gemacht. In Zukunft sollen auch Roboterautos stehen bleiben, wenn Mann oder Frau getrunken haben.

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Wer trinkt, muss auch das Roboterauto stehen lassen

Bis zur Internationalen Automobilausstellung (IAA), die vom 17. bis 27. September 2015 in Frankfurt am Main stattfindet, möchte Alexander Dobrindt erste Rahmenbedingungen für Regelungen im Hinblick auf die Nutzung autonomer Autos im öffentlichen Straßenverkehr verabschieden.

“Wer betrunken ist, muss auch künftig sein Auto stehen lassen”, so Dobrindt in einem Interview mit dem Focus. „Schließlich wollen wir mit der digitalen Technik mehr und nicht weniger Sicherheit erreichen.“ Es gilt neben technischen Fragen auch juristische Feinheiten zu klären: „wenn der Fahrzeugführer das Fahren an den Computer abgibt“, betont der CSU-Politiker. „Ein solches Regelwerk entwickelt in meinem Ministerium der Runde Tisch Automatisiertes Fahren mit Vertretern der Autoindustrie, Wissenschaft und Politik.“

Die großen Automobilhersteller arbeiten seit einiger Zeit bereits an automatisiert fahrenden Autos. In Deutschland sollen nun die ersten Teststrecken freigegeben werden. Die Entwicklungen scheinen ziemlich lukrativ zu sein. So wittert wohl auch der iPhone Hersteller Apple seine Chance auf dem Markt der Roboterautos.