Aktuellen Untersuchungen zufolge können einige Papierservietten, die auch mit Weihnachtsmotiven erhältlich sind, krebserregende Stoffe enthalten. Die Konzentration der krebserregenden Substanzen ist bei macnhen Erzeugnissen so hoch, dass diese gar nicht mehr verkauft werden dürften. Besonders gefährlich sind Papierservietten, die mit Rot- und Gelbtönen versehen sind.


Weihnachtsservietten

Weihnachtsservietten mit rot-orangener Färbung sind gefährlich

Im Auftrag des NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazins „Markt“ wurden Untersuchungen von verschiedenen Papierservietten vorgenommen. Einige bedruckte Servietten seien dabei recht stark mit krebserregenden Substanzen belastet gewesen. Vorrangig betraf dies vor allem rot-orange gefärbte Erzeugnisse. Zur Weihnachtszeit wird wieder vermehrt auf Papierservietten gesetzt. Diese fungieren als Zierde aber auch für die Beseitigung von Essensresten von Mund und den Händen. Den aktuellen Laboranalysen nach enthielten mit Weihnachtsmotiven bedruckte Servietten namenhafter Händler unter anderem primäre aromatische Amine. Diese Substanzen gelangen über die Druckfarbe in die Servietten. „Laut Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch dürften die untersuchten Produkte eigentlich nicht verkauft werden.“, so der NDR in einer aktuellen Pressemitteilung. Heute Abend wird ab 20:15 Uhr von den Funden berichtet. Der Grenzwert wurde bei einigen Proben sogar um mehr als das Vierfache überschritten.


Servietten von KiK, Woolworth und Tedi betroffen

Der Bericht nennt zudem auch einzelne Anbieter, die unter anderem auf Produktionen im Ausland setzen. Besondere Auffälligkeiten konnten bei Servietten vom Textil-Discounter KiK nachgewiesen werden. Pro Kilogramm ergaben die Laborwerte einen Anteil von 46 Mikrogramm aromatischer Amine. Artikel aus dem Woolworth-Sortiment waren mit 28 Mikrogramm/kg und Erzeugnisse aus dem Hause Tedi mit 24 Mikrogramm/kg belastet. Die betroffenen Unternehmen kündigten nach der Konfrontation mit den Laborwerten an, die schädlichen Papierservietten umgehend aus dem Sortiment zu nehmen. Getestet wurden auch Papierservietten eines polnischen Herstellers, der die Produkte an Internethändler verkauft. Die Messergebnisse lagen bei den Produkten ganz knapp unter den Grenzwerten. Gegenüber Markt gab der polnische Servietten-Hersteller bekannt, dass die Produkte von zertifizierten Prüflaboren regelmäßig überprüft und auch freigegeben werden. Ob die Servietten weiterhin verkauft werden ist fraglich, der Anbieter machten jedenfalls keine Angaben über das zukünftige Geschäft mit den bunten Servietten.

Politik fordert strengere Druckfarben-Verordnung

Bundesernährungsminister Christian Schmidt von der CSU kündigte bereits ein eine strenge Verordnung für den Einsatz von Druckfarben durchsetzen zu wollen. So gingen bereits Untersuchungen voran, die bedenkliche Werte in Papptellern und Lebensmittelverpackungen feststellten. Papierservietten gerieten ebenfalls bereits in das Visier. Die gefärbten Produkte enthalten unter Umständen krebserregende Stoffe, die zudem auch in der Lage sein können das Erbgut zu verändern. Zuletzt warnte auch die Stiftung Warentest vor Mineralöl in einigen Pralinen-Sorten. betroffen sind dabei vorrangig Marzipan-Pralinen. Hier gelangt das gesundheitsschädliche Öl aus der Papp-Verpackung in die Lebensmittel.

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