Plastikmüll in den Ozeanen stellt weiterhin ein großes Problem da, und es gibt mehrere Projekte, die sich damit beschäftigen, diesen einzusammeln. Aber was, wenn der Plastikmüll eingesammelt ist? Ein Startup namens ByFusion aus den USA macht aus dem Plastik Bauelemente.


Bild: ByFusion
Bild: ByFusion

RePlast ist ein nachhaltiger Baustoff aus Plastik

Die verwendete Methode geht auf eine Idee des Erfinders Peter Lewis aus Neuseeland zurück, der als Ingenieur bei ByFusion eingestellt ist. Mit einer modularen Presse wird der Plastikmüll in Blöcke von verschiedener Form und Dichte gepresst, je nachdem, für welchen Einsatzzweck die Blöcke vorgesehen sind. Das Resultat nennt die Firma RePlast. Die verwendete Presse kann transportiert werden, arbeitet mit Gas oder Elektrizität und kann Plastikmüll verarbeiten, der weder gereinigt noch sortiert wurde.

RePlast ist nahezu 100 Prozent kohlenstoffdioxidneutral und basiert auf einen Fertigungsprozess, bei dem so gut wie keine Giftstoffe anfallen. Die RePlast-Blöcke können dem Umwelt-Status eines Gebäudes zugute kommen und helfen beim Erlangen entsprechender Zertifikate. Bisher sind die RePlast-Blöcke in Mauern und Straßenbegrenzungen verwendbar, aber ByFusion ist bereit, die Blöcke für andere Projekte zu individualisieren.


Natürlich kann Replast nicht in jeder Hinsicht wie entsprechende Betonblöcke verwendet werden. Die Blöcke sind schließlich lediglich aus Plastik, was bedeutet, dass sie sich unter entsprechender Gewichtsbelastung verformen. Allerdings weist das Material dafür erstaunliche Eigenschaften beim Transfer von Wärme auf. Damit eignet es sich hervorragend, um feste Rahmen auszufüllen. „RePlast blocks have incredible thermal characteristics in terms of sound and heat transfer,” Gomory says. “We envisage using them with normal building frames as fill. Our initial testing shows that they blow traditional cement blocks out of the water”, so CEO Gregory Gomory.

Die Blöcke behalten ihre Integrität ohne Kleber oder andere Bindemittel und könnten eine wesentliche Rolle bei nachhaltigen Bauprojekten spielen. Verglichen zu traditionellen Baustoffen haben die Replast-Blöcke einen um 95-Prozent kleineren Carbon-Footprint. Außerdem sind sie erheblich bunter als andere Baustoffe, was bei den meisten Projekten natürlich durch Verkleidungen abgedeckt werden dürfte.

via Inhabitat.com

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