Klaus Teuber ist inzwischen 65 Jahre alt und wirkt auf den ersten Blick nicht gerade wie der typische Early Adopter für neue Technologien. Im Gegenteil: Er verdient seinen Lebensunterhalt damit, klassische Brettspiele zu erfinden. Insgesamt vier mal gewann er den Preis für das „Spiel des Jahres“. Sein größter Erfolg bis heute ist das Spiel „Die Siedler von Catan“, das bisher weltweit mehr als zwanzig Millionen mal verkauft wurde. Ziel des Spiels ist es, auf einer Insel Siedlungen zu errichten und durch gezielten Handel immer weiter zu vergrößern. Zukünftig können die Fans der Spielreihe auch beinahe real in die Welt von Catan eintauchen. Denn in einem Teaser-Video kündigte Teuber nun eine Variante des Spiels für VR-Brillen an.


Das klassische Brettspiel wagt den Sprung in die virtuelle Realität. Foto via The Verge

Das Spielprinzip soll in die neue Welt übernommen werden

Noch in diesem Jahr soll Catan VR für die Ocolus Rift und die Samsungs Gear VR erscheinen. Später sind dann auch Versionen für andere Virtual Reality Plattformen geplant. Gespielt werden kann entweder gegen computergesteuerte Inselbewohner oder über das Internet gegen andere menschliche Spieler. Details zu der Umsetzung in der virtuellen Realität wurden allerdings noch nicht bekannt gegeben. Die Entwickler versichern lediglich, dass das Spielprinzip des Brettspiel-Klassikers vollständig übernommen werden soll. Zugleich wurden allerdings auch Anpassungen an die virtuelle Realität angekündigt. Wie genau diese aussehen werden, dürfte in den nächsten Monaten bekannt werden. Denn Catan VR soll noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen.

VR-Brillen werden von den Kunden bisher nur schleppend angenommen

Hinter dem Projekt stehen drei unterschiedliche Firmen mit verschiedenen Stärken. So ist das kalifornische Entwicklerstudio Experiment 7 ebenso beteiligt wie die Firma Asmodee Digital. Diese hat sich auf die digitale Umsetzung von Brettspielen spezialisiert. Inhaltlich eine wichtige Rolle spielen dürfte zudem auch die Catan GmbH von Klaus Teuber und seinem Sohn Benjamin. Den Wunsch tiefer in die Welt von Catan einzutauchen, haben viele Fans bereits seit längerem. So gibt es auch einen Roman namens „Die Siedler von Catan“, der auf dem Brettspielszenario basiert und zum Bestseller wurde. Nun soll der Brettspiel-Klassiker offensichtlich dazu beitragen, mehr Kunden für den Kauf einer VR-Brille zu begeistern.


Via: The Verge

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