Unter dem Namen Cezeta wurde von 1957 bis 1964 in der damaligen Tschechoslowakei eine Motorroller-Serie produziert, die weit über die Grenzen des Ostblocks für Aufsehen sorgte. So wurden die Modelle teilweise auch in Neuseeland produziert, um die dortigen hohen Einfuhrzölle zu umgehen. Hinter der Produktion stand das tschechoslowakische Staatsunternehmen „Ceská zbrojovka a.s.“ Die inzwischen privatisierte Firma stellte allerdings 1997 den Bau von Motorrädern und ähnlichen Produkten komplett ein. Damit wollte sich der Engländer Neil Eamonn Smith nicht abfinden und gründete 2013 in der Nähe von Prag ein eigenes Unternehmen namens Cezeta Motors. Ziel der Firma: Die legendäre Motorroller-Serie wieder aufleben zu lassen und auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Das Design ist klassisch, die Antriebstechnik hochmodern: Die Cezeta CZ 506 mit Elektromotor. Copyright: Cezeta Motors

Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei rund 120 Stundenkilometern

Eine industrielle Produktion ist dabei allerdings nicht vorgesehen. Vielmehr werden die einzelnen Modelle komplett von Hand zusammengebaut. Die Besonderheit der Neuauflage besteht allerdings vor allem in der Antriebstechnik. Denn während die originalen Roller noch einen Verbrennungsmotor inklusive Elf-Liter-Tank besaßen, kommt die neue Variante mit einem leistungsfähigen Elektromotor daher. Mit dessen Hilfe kann das Fahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern erreichen. Noch beeindruckender: Innerhalb von nur 3,2 Sekunden kann der neue Motorroller von 0 auf immerhin 60 Km/h beschleunigen. Mit diesen Werten braucht sich die neue Cezeta nicht vor den bisher auf dem Markt befindlichen Modellen verstecken, die ebenfalls mit einem Führerschein der Klasse A1 gefahren werden dürfen.

Der Kultroller mit Elektromotor hat seinen Preis

Einfach zur Tankstelle fahren kann man mit dem Elektroroller aber natürlich nicht. Allerdings kann das Fahrzeug recht einfach an die heimische Steckdose angeschlossen werden. Die Batterie des Fahrzeugs wurde von Cezeta Motors selbst entwickelt und ist in zwei Optionen verfügbar. Die leistungsstärkere Variante garantiert eine Reichweite von rund 150 Kilometern und kann innerhalb von drei Stunden an der heimischen Steckdose zu achtzig Prozent aufgeladen werden. An einer Schnellladestation würde der Vorgang sogar nur rund dreißig Minuten dauern. Wer den Kultmotorroller mit Elektroantrieb selbst einmal fahren möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen: Die günstigste Version kostet 7.640 Euro.

Via: New Atlas

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.