Chicken Nuggets sind ein weltweit beliebtes Fast Food. Ihnen haftet die Behauptung an, dass es sich um eine geringfügig gesündere Alternative im Fast-Food-Universum handelt. Tester der Zeitschrift „Öko-Test“ haben die in Deutschland erhältlichen Nuggets von Supermärkten und Fast-Food-Ketten unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist nahezu schockierend: 8 von 14 Chicken Nuggets fielen im Test glatt durch. Die Produkte sind mit Keimen belastet und es gibt keine Transparenz bei der Herstellung. Auch die Aufzuchtbedingungen der Tiere wurden bemängelt.


Kein Produkt ist besser als „befriedigend“

Die Tester untersuchten sowohl Tiefkühlprodukte als auch Chicken Nuggets, die von bekannten Fast-Food-Ketten angeboten werden. Außerdem baten Sie die Hersteller um detaillierte Angaben zu den Aufzuchtbedingungen sowie zur Schlachtung der Hühner – eine Aufforderung, der kaum ein Hersteller umfassend nachkam.


Von 14 getesteten Produkten erhielt am Ende kein einziges die Noten „sehr gut“ oder „gut“. Die Note „befriedigend“ konnte nur ein Mal vergeben werden. Fünf Chicken-Nuggets-Produkte konnten immerhin die Note „ausreichend“ erreichen. Am unteren Ende der Skala folgen zwei Produkte mit der Note „mangelhaft“ sowie sechs mit der Note „ungenügend“.

Fast-Food-Ketten und Supermärkte verkaufen minderwertige Nuggets

Der Test dürfte den Fans der großen Fast-Food-Ketten einen gehörigen Dämpfer verpassen. Die „Filet Bites“ von Kentucky Fried Chicken erhielten ein „mangelhaft“, die Konkurrenz von Burger King und McDonald’s fällt mit einem glatten „ungenügend“ komplett durch. Große Abzüge gab es, weil alle drei Konzerne sich weigerten, für Transparenz bei der Tierhaltung und Schlachtung zu sorgen. In den Nuggets von Burger King fanden die Tester außerdem Durchfall verursachende Enterobakterien. Des Weiteren enthalten die Chicken Nuggets der Fast-Food-Ketten durchgehend zu viel Salz.

Am besten schnitten die Bio Cool Chicken Nuggets ab – sie erhielten ein „befriedigend. „Ausreichend“ erreichten die Le Picoreur Bio Chicken Nuggets sowie die Nuggets von den Discountern Lidl und Penny und der Supermarktkette Real. Aldi Nords Nuggets bekamen ein „mangelhaft“, während die Produkte von Iglo, Vossko, Rewe und Edeka mit einer glatten Sechs durch den Test rutschten.

Keime, Mineralöl und andere Schadstoffe verderben den Appetit

Das größte Problem bei den Chicken Nuggets war die Belastung mit Bakterien und Keimen. Edekas Chicken Nuggets enthielten zum Beispiel resistente E.coli-Bakterien und Listerien – eine nicht zu unterschätzende Gefahr, speziell für alte Menschen oder schwangere Frauen.

In der Panade vieler Produkte fanden sich außerdem Fettschadstoffe wie 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureester, die als genotoxisch und krebserregend gelten. In vier Nuggets fanden die Tester außerdem Rückstände von Mineralöl.

Neben den Belastungen mit Schadstoffen herrscht außerdem bei vielen Nuggets ein krasses Missverhältnis zwischen Panade und Fleisch. Den Vogel in dieser Kategorie schoss Burger King ab: Die Nuggets der Fast-Food-Kette bestehen zu lediglich knapp 50 Prozent aus Hühnerfleisch.

Eigentlich sind die Konsequenzen, die Verbraucher aus diesen Ergebnissen ziehen sollten, recht naheliegend: Finger weg von Chicken Nuggets. Wer aber dennoch nicht verzichten will, der sollte die Fast-Food-Ketten meiden, zu Bio-Produkten greifen und diese konsequent durchgaren, um eventuell vorhandene Keime zu töten- oder eben hochwertiges Hühnerfleisch kaufen und die Nuggets selber machen.

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