Church of England beendet Investments in Klimakiller

Die Church of England gehört mit Sicherheit zu den reicheren Institutionen weltweit. Alleine das Investmentvehikel der Kirche hat ein Volumen von rund neun Milliarden Pfund. Immer wieder kommt es dabei auch zu Diskussionen, inwieweit sich die getätigten Investitionen mit den eigenen Glaubensgrundsätzen vereinbaren lassen. Einige Fälle sind dabei recht eindeutig: Waffenhersteller beispielsweise müssen sich andere Investoren suchen. Intensiver diskutiert wurden zuletzt allerdings die Investitionen in Firmen, die eine Gefahr für das Klima oder die Umwelt darstellen. An der Kirchenbasis hatte sich eine Bewegung etabliert, die das sofortige Ende solcher Beteiligungen forderte.

Kraftwerk in China / Foto: Chongkian CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Kohlekraftwerke fallen durch das Raster

Tatsächlich scheinen diese Aktivisten nun einen Teilerfolg errungen zu haben. Denn die englische Kirche hat angekündigt, die klima- und umweltschädlichsten Investitionen zu beenden. Konkret bedeutet dies, dass zukünftig keine Gelder mehr in Kohlekraftwerke und in die Gewinnung von Öl aus Teersanden fließen werden. Schon bisher allerdings waren die investierten Summen in diesen Bereichen vergleichsweise gering: Durch die nun verkündeten neuen Grundsätze, müssen Investitionen im Wert von zwölf Millionen Pfund aufgelöst werden. Die Auswirkungen auf den Gewinn am Ende des Jahres dürften sich also in Grenzen halten.

Dennoch stellt die Entscheidung ein wichtiges Symbol dar. Findet zumindest Bischof Nick Holtam, so etwas wie der Umweltminister unter den englischen Bischöfen: „Diese Entscheidung stellt den Beginn eines Prozesses der abnehmenden Investitionen und der zunehmenden Auseinandersetzung mit Firmen der fossilen Energiebranche dar und sorgt für eine größere Übereinstimmung zwischen den Investmentpraktiken der Kirche und ihrem Glauben, ihrer Theologie und ihrer Praxis“, so der Geistliche.

Auch andere Investoren werden kritischer

Die Church of England ist dabei keineswegs der einzige Großinvestor, der sich Gedanken über Investitionen in fossile Energieträger macht. Auch der norwegische Staatsfonds hatte zuletzt angekündigt, seine Investitionen in diesem Bereich zurückzufahren. Die Begründung dort beruhte allerdings nicht auf theologischen Überlegungen, sondern auf einer grundlegenden Analyse der Zukunftsfähigkeit der fossilen Energieträger.

Via: Treehugger