Die City of Mériens soll 900 Meter lang und 500 Meter breit sein und in Zukunft als schwimmende Stadt konzipiert werden. Hauptsächlich sollen Forscher aus der ganzen Welt hier ein neues Zuhause finden um die Weltmeere besser untersuchen zu können. Der französische Architekt Jacques Rougerie hat die schwimmende Mantarochen-Stadt konzipiert. In der Vergangenheit sorgte Jacques Rougerie bereits mit dem SeaOrbiter Konzept für Aufsehen.


Platz für 7000 Forscher

Bewusst wurde ein stromlinienförmiges Design gewählt, um der Stadt auf dem offenen Meer ein Groß an Stabilität zu verleihen. Schließlich ist nicht nur die bewohnbare Oberfläche großzügiger Natur, sondern auch unterhalb ragen Teile der gigantischen Stadt bis zu 120 Meter in die Tiefe. Das Schiff bietet in den Flügeln und im Rumpf Platz für bis zu 7000 Menschen, die sich der Forschung verschrieben haben. Zusätzlich sollen um die Stadt herum platzierte Sensoren, Testbecken und einige weitere Sensor-Plattformen positioniert werden.


Völlig autark und umweltneutral

Obwohl die schwimmende Stadt über gigantische Ausmaße verfügt und sicher eine Menge Energie zum Betrieb verschlingt, soll das Schiff völlig autark und umweltneutral sein. Für die nötige Energie sind kleine Windkraftanlagen in der Außenhaut vorgesehen. Zudem werden am Oberdeck auch Solarzellen für weiteren Strom sorgen. Im Wasser wird ergänzend auch auf Turbinen gesetzt. Dieser Mix an erneuerbaren Energien ist durchaus empfehlenswert und dürfte in sich greifend recht gut funktionieren. Wie das Konzept schon sehr gut erkennen lässt ist an den jeweiligen Flügel-Enden Grün vorgesehen. Es könnte sich dabei unter anderem um Gewächshäuser handeln. Die Zucht von Hydrokulturen würde zudem ein Groß an Lebensmitteln ermöglichen. Somit würden die Bewohner auch Unabhängigkeit von der Festlandversorgung erlangen.

Das Verständnis für die Weltmeere ist noch am Anfang

Jacques Rougerie ist mit seinen 70 Jahren bereits sehr erfahren und glaubt fest daran, dass ein Gebilde wie etwa die City of Mériens eines Tages real werden kann. Die Mission der schwimmenden Universitäts- und Forschungsstadt lautet die Erforschung der Weltmeere. So ist das aktuelle Verständnis über die Ozeane noch ausbaufähig. Zu wenig weiß der Mensch nach wie vor über die Meere, deren Bewohner und speziell auch über die Tiefsee. So verfügt die schwimmende Stadt nicht nur über eine eigene Stromversorgung und Bepflanzungen an den Seiten, sondern auch über genügend Labore und Unterrichtsräume. Observationseinrichtungen, Wohnraum sowie Sport- und Freizeitanlagen mit den jeweiligen Angeboten dürfen jedoch auch nicht fehlen.

In der Mitte der schwimmenden Stadt ist eine künstliche Lagune angelegt. Diese wiederum eignet sich unter anderem gut dafür, andere und wesentlich kleinere Forschungsschiffe oder auch Boote aufzunehmen. Hier soll auch der bereits 2012 designte SeaOrbiter eine Stelle zum Anlegen eingeräumt bekommen. Der SeaOrbiter wird übrigens gerade schon gebaut. Ein Beweis dafür, dass auch die schwimmende Mega-Stadt eines Tages das Konzeptstadium verlassen könnte.

Ob Jacques Rougerie den Bau der City of Mériens noch miterlebt ist fraglich. Allerdings glaub der Architekt fest an die Machbarkeit. Für die Entwicklung des SeaOrbiter hat es vom ersten Bleistift-Strich bis zum Beginn der Umsetzung 15 Jahre gedauert. Eine ähnliche Zeitspanne wird auch für die Errichtung der neuen schwimmenden Forscher-Stadt prognostiziert.

1 Kommentar

  1. Umweltneutral

    8. September 2015 at 08:36

    Wie sieht es mit Fäkalien und dem Müll aus, den 7000 Menschen verursachen?

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