Städte verfügen in aller Regel über ein dichtes Netz an Straßenlaternen. Tagsüber haben die Lampen bisher allerdings keine Funktion – was aus wirtschaftlicher Sicher eher ineffizient ist. Der deutsche Energieversorger EnBW hat daher bereits vor zwei Jahren ein interessantes Konzept präsentiert, bei dem die Straßenlaternen nicht nur Licht spenden, sondern auch als Ladestation, Notrufsäule und WLAN-Hotspot fungieren. Der amerikanische Telefonkonzern AT&T nutzt die Straßenlampen in der Stadt San Diego nun zudem für einen anderen Zweck: Es werden Sensoren und Kameras installiert, die verschiedene Daten sammeln. So lässt sich mithilfe der Technik beispielsweise die Beleuchtung intelligent steuern, aber auch das Verkehrsaufkommen überwachen und die Zahl der freien Parkplätze errechnen.


Bild: AT&T

Einzelne Personen können nicht identifiziert werden

Die Sensoren sind sogar in der Lage, Schüsse zu erfassen und könnten dann theoretisch sofort die Polizei alarmieren. Zunächst soll die Technik aber für eher simple Aufgaben genutzt werden und beispielsweise regelmäßig Daten über die Luftqualität sammeln. Die installierten Kameras sind zudem nur dazu da, grundsätzliche Dinge wie Menschen oder Autos zu erfassen. Sie sind aber deutlich unschärfer als Überwachungskameras – man kann also einzelne Personen auf den Bildern nicht identifizieren. Alles andere wäre aus datenschutzrechtlichen Gründen hochproblematisch. Für die städtischen Behörden besteht allerdings die Möglichkeit, die gesammelten Verkehrsdaten Firmen oder Universitäten zur Verfügung zu stellen. Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, um den Effekt von besonderen Verkaufsaktionen in der Innenstadt zu erfassen.

LED-Lichter sollen die Energiekosten senken

Insgesamt kostete die Umrüstung der Straßenlaternen in San Diego rund 30 Millionen Dollar. Allerdings wurden dabei nicht nur die Sensoren installiert, sondern es wurden auch energiesparende LED-Lichter eingebaut. Dies soll zukünftig Kosteneinsparungen von 2,4 Millionen Euro jährlich mit sich bringen – und zudem die Umwelt und das Klima schonen. Aus diesen Gründen hat beispielsweise auch die indische Regierung beschlossen, rund zwanzig Millionen Straßenlaternen auf LED umzurüsten. In Las Vegas wurden hingegen erste Lampen installiert, die auf Sonnen- und Bewegungsenergie setzen und so im Endeffekt auf gar keine externe Stromquelle mehr angewiesen sind.


Via: Engadget

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